Kommunalwahlen am 13. September
Spannendes Rennen um den Chefsessel

Ladbergen -

Wie gut sind die Kommunalpolitiker für den anstehenden Wahlkampf aufgestellt? Welche Themen sind Schwerpunkte? Das beantworten sie auf Anfrage der WN.

Mittwoch, 12.02.2020, 21:26 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 18:30 Uhr
Am 13. September stehen die Kommunalwahlen an. Dann werden auch in Ladbergen Bürgermeister und der neue Gemeinderat gewählt.
Am 13. September stehen die Kommunalwahlen an. Dann werden auch in Ladbergen Bürgermeister und der neue Gemeinderat gewählt. Foto: Luca Pals/dpa

Sieben Monate sind es noch: Am 13. September stehen die Kommunalwahlen an. Dann wird auch in Ladbergen ein neuer Gemeinderat und – das ist nach dem Abtritt von Bürgermeister Udo Decker-König sicher – ein neuer Verwaltungschef gewählt werden. Aktuell stehen mit Thomas Kötterheinrich ( SPD ) und dem parteilosen, von der CDU unterstützten Torsten Buller zwei Kandidaten in den Startlöchern. Wie stellen sich die Parteien für den anstehenden Wahlkampf auf? Welche Themen stehen für die Kommunalpolitiker in Ladbergen im Vordergrund? Und wer hat die besten Chancen im Rennen um den Chefsessel? Die WN hat bei den Vorsitzenden der vier Parteien im Ort nachgefragt.

Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang im Wahlkampf.

Karin Rahmeier, Vorsitzende der Grünen

Unisono prognostizieren sie ein spannendes Rennen. Sie sprechen von zwei guten Kandidaten. Auch für die Aufstellung der Listen sehen sie sich gut in der Zeit. Beim Personal lassen sich die Ladberger noch nicht in die Karten schauen. Thomas Schulze Eckel (FDP) sagt aber: „Wir haben jeden der elf Wahlbezirke besetzt und konnten auch einige jüngere und neue Gesichter dazugewinnen.“ Ähnlich ist es bei der SPD, sagt Vorsitzender Ulrich Untiet: „Unser Team hat einen Altersschnitt von unter 40 Jahren. Darauf sind wir sehr stolz.“ Auch die CDU hat es laut Dr. Markus Boertz schnell verstanden „sich sehr gut aufzustellen.“

Die Listenplätze sind besetzt, auch die Grünen haben laut Karin Rahmeier „kein Problem bei der Suche gehabt.“ Die Vorsitzende sagt aber auch, dass es schwierig sei, junge Menschen zu gewinnen: „Viele ziehen nach dem Abitur weg. Da ist eine langfristige Planung schwierig.“ Diesen Zustand bestätigen alle Vorsitzenden.

So gut wie die Listen gefüllt sind, so klar sind die Fronten laut Untiet geklärt: „Unser Kandidat Thomas Kötterheinrich wird von den Grünen und der FDP unterstützt, Thorsten Buller von der CDU – da wird es eng für einen dritten Kandidaten.“ Die Gerüchteküche habe zwischenzeitlich gebrodelt.

Die Christdemokraten haben sich Ende 2018 für die Unterstützung Thorsten Bullers ausgesprochen: „Er bringt viel Erfahrung in Verwaltungsstrukturen mit, kennt sich gut mit der Beschaffung von Fördermitteln aus und kann als jemand von außen neuen Schwung in die Verwaltung bringen.“ Frischer Wind für Ladbergen also.

Thomas Kötterheinrich bringt laut Parteikollege Untiet „sehr viel Erfahrung aus Ladbergen mit.“ Kötterheinrich ist seit 15 Jahren Mitglied im Gemeinderat, seit einiger Zeit Fraktionssprecher und habe laut Untiet „maßgeblichen Anteil an einigen Anträgen in der Vergangenheit haben.“

Während die FDP für den SPD-Kandidaten nur eine Empfehlung ausspreche, gehen die Grünen ein Stück weiter: „Wir unterstützen ihn, weil wir denken, dass wir mit ihm unsere Ziele gut erreichen können.“

Mit beiden Kandidaten haben die Parteien Gespräche geführt. Schulze-Eckel spricht klar von „zwei guten Kandidaten“, die Entscheidung sei ihnen schwer gefallen. Welche Themen für die FDP im Vordergrund stehen sollen, verrät er noch nicht. Ein „Dauerbrenner“ sei aber die öffentliche Anbindung Ladbergens an die

 

 

Umgebung: „Wir müssen mehr Bürger für den Bus gewinnen.“ Das sieht auch die SPD so, für sie steht auch die Umsetzung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes im Vordergrund. Für die Grünen zählt Rahmeier auf: ÖPNV, sozialer Wohnungsbau, Klimaschutz und die Förderung der Artenvielfalt – wir haben sehr viel vor.“ Boertz von der CDU ist besonders die Aufwertung des Ortskernes, der Breitbandausbau und die Gestaltung der modernen Landwirtschaft wichtig.

 

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