Umweltausschuss macht sich für mehr Verkehrssicherheit auf der Dorfstraße stark
Grüne fordern Zebrastreifen

Ladbergen -

An der Dorfstraße zwischen Eisdiele und evangelischer Kirche sowie an der Zufahrt zum Seniorenheim Haus Widum von der Mühlenstraße aus sehen die Mitglieder des Umweltausschusses die Verkehrssicherheit gefährdet. In der Ausschuss stand ein Mitarbeiter des Straßenverkehrsamtes des Kreises Steinfurt Rede und Antwort.

Freitag, 14.02.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 15:50 Uhr
Die Verkehrssicherheit an der Dorfstraße zwischen Eisdiele und Kirche war Thema im Umweltausschuss.
Die Verkehrssicherheit an der Dorfstraße zwischen Eisdiele und Kirche war Thema im Umweltausschuss. Foto: Mareike Stratmann

Was ist machbar, wollten die Mitglieder des Umweltausschusses mit Blick auf die Verkehrssicherheit auf der Dorfstraße wissen. Besonders kritisch sehen sie die Lage zwischen evangelischer Kirche und Eisdiele. Die Grünen hatten einen Zebrastreifen und eine Geschwindigkeitsmessanlage gefordert. Am Donnerstag stand Günter Springer vom Straßenverkehrsamt des Kreises Steinfurt im Ausschuss Rede und Antwort.

Die kennen die Eisdiele und wissen, dass da Kinder sind.

Günter Sprenger

Die Gefahrensituation sei da, räumte er ein. Aber: „Appelle und weitere Schilder bringen nichts“, war er überzeugt, dass es den Autofahrern, die zu schnell unterwegs seien, ans Portemonnaie gehen müsse. Maßnahmen wie eine Verengung oder Sperrung der Straße kosteten Geld und störten das Gesamtbild, gab er zu bedenken. In Bezug auf die Gefahrensituation für spielende Kinder nahm er auch deren Eltern in die Pflicht, auf ihren Nachwuchs aufzupassen. Weiter führte er aus, dass sich das Problem mit der Außengastronomie der Eisdiele vorwiegend im Sommer stelle und dass mit der Frequenz von knapp 700 Fahrzeugen pro Tag das Verkehrsaufkommen nicht hoch sei. Zudem seien dort vorwiegend Ladberger unterwegs, „und die kennen die Eisdiele und wissen, dass da Kinder sind“, sagte er.

Die Ausschussmitglieder mochten sich damit nicht zufrieden geben. Sie schlugen „farblich abgegrenzte Flächen“ vor, damit die Autofahrer vom Gaspedal gehen.

Sie stießen sich besonders an der Formulierung „Fastunfälle“, die Springer angesprochen hatte. Es dürfe nicht sein, dass etwas passieren müsse, bevor gehandelt würde, stellten sie fest. Springer hatte erklärt, dass Maßnahmen wie Sperrungen und farblich abgegrenzte Flächen sich laut Straßenverkehrsordnung an der Häufigkeit von Unfällen orientierten. Er gab aber zu, dass Markierungen mehr wahrgenommen würden als Schilder. Von einem Zebrastreifen hielt er nichts.

Springer bot an, mit dem Bezirksbeamten eine Verkehrsschau durchzuführen, um die Situation gemeinsam unter die Lupe zu nehmen.

Auch die Zufahrt von der Mühlenstraße zum Seniorenheim Haus Widum ist den Ausschussmitgliedern ein Dorn im Auge. Der Vorsitzende Jörg Berlemann überlegte, ob man die schmale Zufahrt als „Spielstraße“ ausweisen könne, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu erhöhen.

Günter Springer stellte klar, dass es sich bei der Zufahrt nicht um eine Straße, sondern eher um einen Parkplatz handele. „Verkehr ist da schon“, räumte er ein, war aber sicher, dass auch an dieser Stelle ein „Spielstraßenschild“ nichts nutzen würde.

FDP-Mann Thomas Schulze Eckel wünschte sich für die Zufahrt zu insgesamt drei Parkplätzen „mit viel Rollator-Verkehr“ kreative Lösungen. Springer sagte zu, im Rahmen der Verkehrsschau auch diese Zufahrt anzusteuern.

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