Photovoltaikanlagen könnten schon im August in Betrieb gehen
Gemeinde als Investor

Ladbergen -

Bei den geplanten Photovoltaikanlagen auf der Grundschule und dem Rathaus soll die Gemeinde Ladbergenj selbst als Eigentümerin und Betreiberin auftreten. Dafür sprach sich der Umweltausschuss in der vergangenen Woche auf.

Montag, 17.02.2020, 18:16 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 18:34 Uhr
Auf Rathaus und Grundschule sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Wenn alles nach Plan laufe, könnten sie schon im August in Betrieb gehen, sagte Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann.
Auf Rathaus und Grundschule sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Wenn alles nach Plan laufe, könnten sie schon im August in Betrieb gehen, sagte Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann.

Der Umweltausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde bei den geplanten Photovoltaikanlagen auf der Grundschule und dem Rathaus selbst als Eigentümerin und Betreiberin auftritt. Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann hatte verschiedene Beteiligungsmodelle für Ladberger Bürger vorgestellt.

Beim Solarstromlieferungsmodell würde eine Beteiligungsgesellschaft die Anlage bauen und betreiben und den erzeugten Strom an die Gemeinde verkaufen. Der Haken ist, dass auf den eigengenutzten Strom die EEG-Umlage in voller Höhe fällig würde, weil keine Personenidentität besteht.

Auch im Falle des Pachtmodells würde eine Beteiligungsgesellschaft die Anlage bauen und betreiben, sie aber an die Gemeinde verpachten. Da Personenidentität gegeben wäre, müsste sie auf den selbst genutzten Strom nur 40 Prozent der EEG-Umlage zahlen.

Fremdverbraucher dürften den Strom nicht nutzen. An den E-Ladesäulen am Rathaus dürften nur dienstlich genutzte Fahrzeuge geladen werden. „Bei privater Nutzung ist eine eichkonforme Messung der Säule erforderlich, um die Privilegierung der reduzierten Umlage nicht gänzlich zu verlieren“, führte Kattmann weiter aus.

Je früher die Anlage in Betrieb gehe, desto höher falle die Rendite aus. „Eigenverbrauch lohnt sich“, machte die Klimaschutzmanagerin weiter deutlich.

Wäre die Gemeinde Investorin der Anlagen könnten diese schon im August dieses Jahres an den Start gehen. Ein knappes Jahr länger würde es dauern, wenn eine Genossenschaft oder ein Verein als Investor zum Zuge käme.

„Ich finde es besser, wenn die Gemeinde das übernehmen würde“, sprach sich auch Bürgermeister Udo Decker-König für das Pachtmodell aus.

Der Rat wird sich in seiner Sitzung am 19. März noch einmal mit dem Thema beschäftigen und endgültig die Weichen für die Zukunft der Photovoltaikanlagen stellen.

 

 

 

 

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