Neues Küsterduo in evangelischer Kirche
Besucher stehen im Vordergrund

Ladbergen -

46 Jahre war Martha Weikert Küsterin der evangelischen Kirchengemeinde. Seit Oktober vergangenen Jahres sind Heike Pals und Annerose Apitz für die Kirche im Dienst und haben sich viel vorgenommen.

Mittwoch, 19.02.2020, 20:40 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 17:58 Uhr
Heike Pals und Annerose Apitz sind seit Anfang Oktober als Küsterinnen der evangelischen Kirche im Amt. Damit treten sie in die Nachfolge von Martha Weikert.
Heike Pals und Annerose Apitz sind seit Anfang Oktober als Küsterinnen der evangelischen Kirche im Amt. Damit treten sie in die Nachfolge von Martha Weikert. Foto: Luca Pals

„Schlicht und einfach“ – das sind die Worte, die den beiden Küsterinnen der evangelischen Kirchengemeinde als erstes mit dem Blick in die evangelische Kirche zu Ladbergen in den Kopf kommen. „Die Kirche ist für Ladbergen sehr groß, aber den ganzen Prunk wie woanders brauchen wir hier nicht“, sagt Heike Pals . Ihre Kollegin Annerose Apitz ergänzt: „Unser Schmuck sind die Besucher. Sie und ihre Bedürfnisse stehen für uns im Vordergrund.“

Der regelmäßige Kontakt mit den Menschen und sich dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen.

Heike Pals auf die Frage, welche Highlights der Küsterdienst bietet.

Seit Anfang Oktober vergangenen Jahres teilen sich Heike Pals und Annerose Apitz die Küsterstelle in der evangelischen Kirchengemeinde. Damit treten beide in die Fußstapfen von Martha Weikert, die 2019 nach 46 Jahren ihre Tätigkeiten in der Kirche beendete ( WN berichtete). Weikert habe einen „super Job“ gemacht, beide hätten sich einiges von der rüstigen Seniorin abgeschaut.

Die beiden Ladbergerinnen sind außerdem seit einigen Jahren Teil des Presbyteriums. Als klar wurde, dass Weikert ihr Amt mit Wehmut an den Nagel hängen wird, hätten beide ein wenig nachgedacht und dann „aus Liebe zur Gemeinde“ zugesagt, berichtet Apitz im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

Sie rechnet vor: Eine halbe Stunde vor, eine halbe Stunde nach dem Gottesdienst seien sie in der Kirche aktiv: „Das ist ungefähr unsere Arbeitszeit.“

Kerzen und Blumen aufstellen, mal eine Lampe austauschen, die Altardecken nach den „liturgischen Zeiten“ passend legen, die Besucher am Eingang begrüßen und verabschieden oder die Liedtafeln bestücken: „Wir haben schon einiges zu tun“, sagt Apitz mit Blick auf die Arbeitsliste.

Traditionen aufrecht erhalten

Bei Letzterem, dem Aufbau der Liedtafeln, wird deutlich: „Wir wollen auch die Tradition in dieser Kirche aufrecht erhalten. Hier brauchen wir noch keine digitalen Anzeigen“, so Pals. Sie findet es auch schön, dass die Konfirmandenjahrgänge beim Einsammeln der Kollekte oder dem Verteilen der Gesangbücher helfen würden.

Für Pals ist auch der Kontakt zu den Menschen wichtig: „Der regelmäßige Kontakt mit den Menschen und sich dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen – das ist das Wertvolle.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Apitz, deren Beziehung zur Ladberger Kirche schon eine längere Geschichte hat: „Ich bin mit dieser Kirche groß geworden. Als ich jung war, war ich schon oft hier mit Freunden oder der Familie.“ Apitz spricht auch an, was beide denken: „Wir wollen die Kirche ein bisschen wieder beleben.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7273250?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F
Nachrichten-Ticker