Hunderte Narren aus Ladbergen und den Nachbargemeinden feiern in der Sporthalle
Schützenverein lädt zur Weiberfastnacht ein

Ladbergen -

Seit Jahren organisiert der Schützenverein Overbeck die Weiberfastnacht in Ladbergen. Der gute ruf der Veranstaltung hat sich längst über das Heidedorf hinaus herumgesprochen.

Freitag, 21.02.2020, 18:31 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 17:02 Uhr
Die Stimmung in der Sporthalle an der Jahnstraße war bestens. Ausgelassen
Die Stimmung in der Sporthalle an der Jahnstraße war bestens. Ausgelassen Foto: Birga Jelinek

„Ladbergen Helau!“, tönte es am Donnerstag aus der Sporthalle an der Jahnstraße des Heidedorfs. Der Schützenverein Overbeck hatte es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, die über die Grenzen Ladbergens bekannte und beliebte Feierlichkeit zur Weiberfastnacht auszurichten. Über mehr als 400 Gäste freute sich vor allem Manfred Decker, der seit Jahren als Leiter des Organisationsteams im Einsatz ist. Auch der Vorsitzende Heinz Kemper war begeistert von der Resonanz.

Seit mehr 20 Jahren kommen die Ladberger und ihre Gäste aus den umliegenden Gemeinden an Weiberfastnacht zusammen. Und die beiden Männer stellten fest, dass sich im Lauf der Zeit immer mehr Männer unter die feierwütigen Frauen gemischt haben. Seit dem Mittelalter gibt es den Brauch, dass an Weiberfastnacht die Frauen die Macht übernehmen. Gleichzeitig markiert der Tag den Übergang vom Sitzungskarneval zum Straßenkarneval. Kein Grund also, die Männer auszuschließen, finden die beiden Männer.

Die Ladberger Traditionsveranstaltung lockte die Gäste mit attraktiven Highlights. So freute sich eine Gruppe aus Lengerich vor allem über den kostenlosen Eintritt und die gerechten Getränkepreise. Ein schöner Brauch ist, dass Gruppen ab sieben Personen eine Flasche Sekt an der Theke geschenkt bekommen.

Hoch gelobt wurde am Donnerstagabend der DJ, der mit seiner abwechslungsreichen Musikauswahl für eine stets volle Tanzfläche sorgte. Dieses Bild genossen einige Damen am Rande,. Ihnen gefiel, dass die Anzahl der verkleideten Narren in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.

Die Freude daran, in eine Rolle zu schlüpfen oder alte Zeiten wieder aufleben zu lassen, war den Feiernden deutlich anzusehen. Die Ansprüche, die sie dabei an ihre Kostüme stellten, waren allerdings ganz unterschiedlich. Die einen begnügten sich damit, gut auszusehen, die nächsten wollten nicht frieren und wieder andere einfach nur ohne Probleme zur Toilette gehen können. Eine Gruppe ließ die 80er Jahre aufleben. Da waren Kleiderschränke durchsucht, Outfits zusammengestellt und die passende Make-ups aufgelegt worden.

Birgit Lünnemann war die Wahl ihres Kostüms leicht gefallen. Als bekennender Nena-Fan feierte sie im Style der Sängerin. Den Spaß am Verkleiden teilte Lünnemann mit Carsten Kötterheinrich, der an diesem Abend als Alice Cooper die Sporthalle unsicher machte. Das markante Aussehen des Sängers hatte er bis ins kleinste Detail umgesetzt, Accessoires zusammengesucht und Nieten angebracht, bis er zufrieden war. Insgesamt sechs Wochen hat er in die Karnevalsvorbereitungen investiert und trug sein Kostüm stolz zur Schau.

Der Einzug des Elferrats war ein weiterer Höhepunkt des Abends. Feierlich und mit viel Helau wurde Prinz Butcher der Erste, bürgerlich unter dem Namen Stefan Kötter bekannt, unter dem begeisterten Jubel des Publikum proklamiert. Bis zum Aschermittwoch über die Ladberger Narren regieren.

„Wieder eine gelungene Veranstaltung, die uns mindestens bis zur nächsten Weiberfastnacht im Gedächtnis bleiben wird“, lobten die Gäste den bunten Abend in der Sporthalle an der Jahnstraße. Und auch die Veranstalter sind schon gespannt auf die Weiberfastnacht 2021.

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