Alternativen zu Stein, Schotter, Kies und Co.
Infoabend zum Thema „Pflegeleichte Gärten“

Ladbergen -

Klaus Krohme, Leiter des Kreislehrgartens in Steinfurt und vielen Fernsehzuschauern als Experte für Pflanzen und Gärtnern aus der WDR-Lokalzeit bekannt, ist am Montag. 2. März, um 19 Uhr auf Einladung der Ladberger Grünen zu Gast im Rathaus. Er informiert über pflegeleichte, aber grüne Gärten.

Montag, 24.02.2020, 10:08 Uhr
Klaus Krohme gibt auf Einladung der Grünen Anregungen, wie Gärten grün und pflegeleicht gestaltet werden können.
Klaus Krohme gibt auf Einladung der Grünen Anregungen, wie Gärten grün und pflegeleicht gestaltet werden können.

„Wir sind sehr froh, Klaus Krohme für diesen Vortrag in Ladbergen gewonnen zu haben“, sagt Karin Rahmeier. Die Sprecherin der Grünen in Ladbergen ist ein bisschen stolz auf die Besetzung des Infoabends, zu dem die Grünen laut einer Pressemitteilung am Montag, 2. März, um 19 Uhr in den großen Sitzungssaal des Rathauses einladen.

Klaus Krohme ist Gärtnermeister, Leiter des Kreislehrgartens in Steinfurt und vielen Fernsehzuschauern als Experte für Pflanzen und Gärtnern aus der WDR-Lokalzeit bekannt.

Die Grünen möchten gerne die Verbreitung von Stein- und Schottergärten verhindern und stattdessen naturnahe Gestaltungen fördern. Da ältere Menschen oft Probleme bei der Bewältigung der Gartenarbeit haben und junge Menschen glauben, Beruf und Gartenarbeit nicht gleichzeitig leisten zu können, wählen sie die vermeintlich einfachere Variante. Schon nach wenigen Jahren stellen sie aber fest, dass auch die Stein- und Schottergärten gepflegt werden müssen und greifen dann leider allzu oft auf die chemische Keule zurück. Besser wäre es, sofort richtig zu handeln, sind die Grünen überzeugt.

Um die Versickerung von Regenwasser sicherzustellen und die Artenvielfalt auch auf besiedelten Flächen zu unterstützen, schreibt das nordrhein-westfälische Baugesetz zu begrünende Freiflächen vor. Dass „unbegrünte“ Gärten nicht legal sind, sei vielen Menschen nicht bewusst, glauben die Grünen. „Daher wollen wir Tipps und Anregungen von Fachleuten geben, welche Pflanzen eingesetzt werden können und welche Gartengestaltungen pflegeleicht und naturnah sind“, ergänzt Meike Steube-Niemeyer, ebenfalls Sprecherin des Grünen-Ortsverbandes.

Ende des vergangenen Jahres hatte der Ortsverein einen Antrag an den Gemeinderat gestellt, der im Rahmen der Aufstellung von neuen und der Änderung von bestehenden Bebauungsplänen die Festschreibung einer naturnahen Gartengestaltung vorsieht. „Aus unserer Sicht ist es aber auch wichtig, zusammen mit dem Kreis Steinfurt eine Regelung zu finden, wie gegen Verstöße dieses landesweiten Gebots vorgegangen werden kann“, hatte der Fraktionsvorsitzende Jörg Berlemann in der Ratssitzung dazu gesagt. Die Grünen bedauern, dass der Antrag damals von der Tagesordnung abgesetzt und verschoben wurde.

Hausgärten sind ein wichtiger Baustein, um die Artenvielfalt zu erhalten, deshalb ist es wichtig, Steingärten in Wohn- und auch Gewerbegebieten zu verhindern. Für viele Wildtiere, darunter auch Singvögel, Schmetterlinge, Bienen und Hummeln, sind Gärten wichtige Refugien, die im Idealfall mit ihrer Pflanzenvielfalt Nahrung, Unterschlupf, Kinderstube für Tiere bieten, die in den monotonen, von der industriellen Landwirtschaft geprägten Landschaften nicht überleben können. Für sie seien naturnahe, strukturreiche Gärten von besonderer Bedeutung, schreiben die Ladberger Grünen weiter.

Sie wünschen sich, dass viele Bürger im Heidedorf genauso denken und am 2. März um 19 Uhr in den großen Sitzungssaal des Rathauses kommen, um sich Tipps und Anregungen von einem ausgewiesenen Experten zu holen und sie im heimischen Garten in die Tat umzusetzen.

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