Acht Kandidaten fürs Presbyterium
Wahlen fallen schon wieder aus

Ladbergen -

Für die (Neu-)Besetzung des Presbyteriums wird die evangelische Kirchengemeinde nicht zu Wahlen aufrufen. Die sind bei nur acht Kandidaten nicht erforderlich.

Dienstag, 25.02.2020, 18:36 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 16:32 Uhr
Dörthe Philipps und Ingo Göldner leiten die evangelische Kirchengemeinde Ladbergen gemeinsam mit acht Presbytern.
Dörthe Philipps und Ingo Göldner leiten die evangelische Kirchengemeinde Ladbergen gemeinsam mit acht Presbytern. Foto: Luca Pals

Wahlen leben von Spannung, die sich zuweilen bis ins Dramatische steigern kann. Wenn es um die Besetzung von Posten geht, sind Wahlen deshalb oft das Salz in der Suppe. Bei der (Neu-)Besetzung des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde fehlt dieses Salz allerdings. Denn die dafür vorgesehenen Wahlen finden schon seit Jahren nicht mehr statt.

Auch in diesem Jahr wird es in Ladbergen keine Wahlen zum Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde geben, bestätigen die Pfarrer Ingo Göldner und Dörthe Philipps. Sie machen deutlich, dass es in den Kirchengemeinden der Nachbarkommunen ähnlich aussehe.

Viele hätten mit dem Schwund an Kirchenmitgliedern und mangelndem Interesse an Gemeindearbeit zu kämpfen, weiß Philipps. Die Pfarrerin fände „richtige Wahlen“ zwar „deutlich interessanter“, freut sich dennoch, „dass wir auch dieses Jahr wieder acht hoch engagierte Menschen gefunden haben“, die sich engagieren wollen. Hennes Maneke und Werner Suhre werden demnach Daniel Salinga und Günter Ferlemann ersetzen.

Zusammen mit den Pastoren bildet das Presbyterium einen Kreis von zehn Personen. Eigentlich wir das Presbyterium alle vier Jahre gewählt. Doch bei nur acht Kandidaten ist das gemäß den Regularien nicht erforderlich. Die letzte Wahl fand 2008 statt.

Für Göldner hat das Gremium „eine sehr wichtige Rolle“ in der Gemeinde: „Die Presbyter lenken das Geschehen und geben die Richtung vor.“ Für Philipps ist das Presbyterium „das Schiff der Gemeinde. Die Zusammenarbeit zwischen den Pfarrern und den acht weiteren Mitgliedern verläuft sehr gut. Wir setzen uns mit den Themen stets konstruktiv auseinander. Dabei haben wir immer das Wohl der Gemeinde im Blick.“

Dennoch wäre es schön, wenn sich noch mehr Menschen für die Ämter bereit erklären würden, machen Philipps und Göldner deutlich. „Den meisten Menschen fehlt einfach die Zeit. Dazu muss man sehr viel Lust und Motivation mitbringen“, sagt Philipps.

Göldner kann nur werben: „Wer 18 Jahre alt und konfirmiertes Kirchenmitglied ist, kann sich 2024 zur Wahl stellen.“

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