Sportfest der Grundschule
Minusrechnen durch rückwärts laufen

Ladbergen -

Sport ist an der Grundschule mehr als nur austoben. Sport ist lernen.

Dienstag, 03.03.2020, 20:25 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 19:14 Uhr
Viel Geschick und Mut zeigten die Kids beim jährlichen Sportfest der Ladberger Grundschule in der Sporthalle.
Viel Geschick und Mut zeigten die Kids beim jährlichen Sportfest der Ladberger Grundschule in der Sporthalle. Foto: Luca Pals

Einmal durch einen dunklen Tunnel hindurch, sicher die Kletterwand nach oben und geschwind über eine Rutsche zurück zum Startpunkt: Was der kleine Grundschüler an diesem frühen Dienstagmorgen in Perfektion vorführte, machten seine Freunde schnell nach – insgesamt durchliefen über 240 Kinder diese und 14 weitere Stationen beim jährlichen Sportfest der Grundschule in der Rott-Sporthalle.

Sport, das betont Lehrerin Andrea Mehliß , genieße an der Grundschule besonders hohen Stellenwert: „Sport ist lernen. Das ist uns ganz wichtig“, sagt sie und führt aus: „Es gibt Studien, die beweisen, dass Bewegung und Denkvermögen miteinander in Verbindung stehen.“ Das Motto ist: „Wer rückwärts laufen kann, kann auch Minusrechnen.“

Bewegung und Denkvermögen hängen zusammen

Sport sei an der Ladberger Grundschule viel mehr als bloßes Austoben. In Zukunft, so Mehliß, wird zu diesem Zweck auch ein Bewegungsraum in einem der alten Klassenräume der Schule entstehen. Durch den Anbau und die damit eingehende Vergrößerung könne der lang gehegte Wunsch endlich erfüllt werden. Gemeinsam mit den drei Sportkolleginnen Ines Günther , Nadine Nowitzki und Simone Ahlbrand leitet Mehliß den sportlichen Part an der Schule.

Aber zurück in die Sporthalle: Dort beweisen die Schüler aller vier Klassen an diesem Morgen was sie drauf haben: Schnelligkeit, Bewegung, Geschick, Mut oder Kraft und Spaß – der „Parkourtag“ bringt so einiges mit sich. Und ganz nebenbei schwitzen mit den Kindern auch die Eltern, die die Stationen begleiten. Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper lobt: „Wir haben immer eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern.“

Viel zu tun haben sie allemal: Im Fünf-Minuten-Takt finden Stationswechsel statt. An dem Reck bei Lehrerin Ines Günther proben die Schüler aus den dritten und vierten Klassen eine Choreographie ein: Am 1. April werden sie beim Youngsters-Turnwettbewerb in Saerbeck teilnehmen.

Vom Reck geht es direkt auf das Trampolin, von dort zur Barfuß-Station. Nur mit den Füßen versuchen die Sportler ihre Namen zu schreiben oder Kegel aufzustellen. Mehliß: „Wir wollen alle Sinne fordern.“ Dazu gibt es neben den wöchentlichen drei Stunden Sportunterricht für jede Schulklasse einen Sportparkour mit fünf Stationen: „In regelmäßigen Abständen wollen wir die Kinder fordern“, berichtet Mehliß. Keine Frage: Es kommt gut an – bei Lehrern, Eltern und Kindern.

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