Ladbergerinnen präsentieren Tausende von Ostereiern im Heimatmuseum
Vom Wachtel- bis zum Straußenei

ladbergen -

Petra Jasper-Hildebrand und Annette Kuster sind mit Herzblut und Liebe zum Detail dabei, wenn es um die die Vorbereitungen für die Ostereier-Ausstellung im Heimatmuseum Ladbergen geht. Am 14. und 15. März sowie am 22. und 23. März ist es wieder soweit. Auf der Tenne des Hofes können die Besucher in Eldorado des Osterschmucks eintauchen.

Freitag, 06.03.2020, 20:16 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 16:16 Uhr
Petra Jasper-Hildebrand (links) und Annette Kuster
Petra Jasper-Hildebrand (links) und Annette Kuster Foto: Dietlind Ellerich

Jedes Ei ist ein Unikat, entweder von Annette Kuster oder von Petra Jasper-Hildebrand handbemalt und verziert. Seit mehr als 20 Jahren gestalten die Ladbergerinnen mit Pinsel und Farbe rund ums Jahr bunte Eier. Zu ihrer 23. Ostereier-Ausstellung laden sie am 14. und 15. März sowie am 21. und 22. März auf die Tenne des Hofs Jasper-Hildebrand ein.

„Es gab sie einfach nicht, die wirklich schönen Eier für den Osterstrauß, mit Frühlingsblumen oder Hasen“, erinnern sich die Frauen an die Anfänge ihres Engagements, das sich inzwischen weit über das Heidedorf hinaus herumgesprochen hat. Was lag da näher, als sich selber hinzusetzen und die Wunschmotive aufs Ei zu bringen? Ob als Wachtel-, Hühner-, Puten-, Enten-, Gänse- oder Straußen-Ei, nun gibt es sie, die schönen Eier, nicht nur für die beiden Kreativen, sondern für alle, die sich auf den Weg nach Ladbergen machen und auf der Hoftenne in ein Eldorado des Osterschmucks eintauchen.

Kaputte Eier sind bei uns die Ausnahme.

Annette Kuster und Petra Jasper-Hildebrand

Scheu vor der Arbeit mit dem fragilen Material haben Jasper-Hildebrand und Kuster nicht. „Rohe Eier wie gutes Geschirr behandeln“, geben sie als Devise aus und machen gute Erfahrungen damit. „Kaputte Eier sind bei uns die Ausnahme“, stellen sie fest. Auch wenn die Lackierung für eine gewisse Stabilität sorge, bleibe es doch eine Eierschale, ist ihnen bewusst. Da sei Vorsicht die logische Konsequenz.

„Jedes Jahr aufs Neue faszinierend“ finden Annette Kuster und Petra Jasper-Hildebrand die Vorbereitungen auf ihre Ausstellung, die beginnen, sobald das zweite Ausstellungswochenende vorbei ist.

Zwar hat sich das Duo im Laufe der Jahre einen Grundstock von mehr als 1000 Eiern „ermalt“, aber auch Tausende verkauft. Und die Ausstellungsbesucher wollen mehr. „Viele fragen vorher schon an, welche neuen Motive wir haben“, freuen sie sich über die gute Resonanz.

Neuheiten sind in diesem Jahr Vogelmotive. Eulenküken auf Wachteleiern, Schleiereule auf Pute und Pinguin auf Zwerghuhn, eine ganze Serie ist entstanden. Ob Ernie und Bert in Serie gehen, ist noch nicht endgültig geklärt. „Mal schauen, wie‘s ankommt“, sagen sie.

Wenn sich Petra Jasper-Hildebrand und Annette Kuster mit Pinsel und Farbe ans Werk machen, tun sie es nur selten gemeinsam. „Es hat sich bewährt, dass es besser geht, wenn jede für sich arbeitet“, haben sie beobachtet. Das Bemalen der Eier erfordere Konzentration, da sei Ablenkung nicht gut, wissen sie. Bei den Vor- und Nacharbeiten sehe das anders aus, gemeinsames Grundieren und Anbringen von Bändern sei deshalb kein Problem.

Für die Ladbergerinnen ist die kreative Arbeit am Ei der ideale Ausgleich zum Bürojob. Beruflicher Ruhestand wäre für beide kein Problem. Aber Ruhestand in der Eier-Malerei? Niemals!

Jetzt freuen sie sich erst einmal auf das schöne Ambiente in der Tenne und auf viele Besucher.

 

Die Ausstellung „Das Osterei“ ist am 14. und 15. sowie am 21. und 22. März von 11 bis 18 Uhr im Heimatmuseum Ladbergen, Hof Jasper-Hildebrand, Am Aabach 9, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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