„Schulten Kamp“ und „Sandtoschlag II“
Ausschuss stellt Weichen für die Entwicklung

Ladbergen -

Die Gemeinde will weiteren Baugrund schaffen. Der Fachausschuss beschloss dafür die weiteren Schritte.

Montag, 09.03.2020, 19:50 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 18:26 Uhr
Neue Einfamilienhäuser sollen am „Schulten Kamp“ und im Baugebiet „Sandtoschlag II“ entstehen.
Neue Einfamilienhäuser sollen am „Schulten Kamp“ und im Baugebiet „Sandtoschlag II“ entstehen. Foto: Rupert Joemann

Der Planungs- und Bauausschuss hat den Weg für zwei Bauvorhaben in der Gemeinde freigemacht. Jeweils einstimmig segneten die Politiker die zweite Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes „Schulten Kamp“ und die Änderung des Bebauungsplanes „Sandtoschlag II“ ab.

Auf den aktuellen Stand brachte Norbert Reimann vom Osnabrücker Planungsbüro Hahm den Ausschuss. Während der Auslegung der Pläne für „Sandtoschlag II“ habe sich neben den sogenannten Trägern öffentlicher Belange eine Anliegerin gemeldet. Sie halte die maximale Firsthöhe von zehn Metern der zukünftigen Häuser für zu hoch und den Abstand von drei Metern zur Grundstücksgrenze für zu gering, erläuterte Reimann. Da die Begrenzung auf zehn Meter lediglich „eine zusätzliche Absicherung gegen bauliche Unverträglichkeiten“ darstelle und sich auch in Bezug auf die Baugrenzen keine Situationsverschlechterung für die Nachbarin ergebe, müssten die Pläne nicht geändert werden, stellte er klar.

Zwei Bauvorhaben

Auf dem 1,1 Hektar großen Bauabschnitt des Schulten Kamps entlang der Kramerstraße sollen insgesamt 17 Grundstücke mit Größen zwischen 500 und 600 Quadratmetern entstehen (die WN berichteten). Für die meisten Plätze ist eine Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern vorgesehen. Im Norden sollen auch drei kleinere Mehrfamilienhäuser mit zwei Voll- und einem Staffelgeschoss zugelassen werden, die dann über jeweils sechs Wohneinheiten verfügen, hatte Reimann bereits während der Sitzung Ende November im Ausschuss erläutert.

Auch der geplante Bau von drei bis vier Wohneinheiten auf dem Gelände der Ledder Werkstätten am Ruthemeiers Esch ist durch eine Änderung des Bebauungsplans soweit in trockenen Tüchern, Früher ein Gewerbegebiet, ist es nun ein Mischgebiet, in dem auch Wohnbebauung zulässig ist.

Tobias Miebach vom Ingenieurbüro Hans Tovar erläuterte die Abwägungen der Träger öffentlicher Belange. Befremdlich fand ein Ausschussmitglied, dass der Wasserversorgungsverband bei Pflanzstreifen einen Mindestabstand von 1,50 Meter zu seinen Leitungen fordert.

Das letzte Wort hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. März.

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