Jahreshauptversammlung des Ortsvereins
DRK unterscheidet nicht nach Freund und Feind

Ladbergen -

Die Ehrung von Blutspendern stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins.

Donnerstag, 12.03.2020, 21:38 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 18:22 Uhr
Die Aktiven des örtlichen DRK: Wolfgang Menebröcker, Britta Brinkmeier, Reinhard Kemper, Brigitte Minnerup, Thomas Niemeier, Karl-Heinz Niemeier sowie Verena Becker und Joshua Machnitzke (von links).
Die Aktiven des örtlichen DRK: Wolfgang Menebröcker, Britta Brinkmeier, Reinhard Kemper, Brigitte Minnerup, Thomas Niemeier, Karl-Heinz Niemeier sowie Verena Becker und Joshua Machnitzke (von links). Foto: Anne Reinker

Die Aktiven des DRK-Ortsvereins sind oft in der Öffentlichkeit zu sehen. Doch erst wenn man einen Blick auf den Tätigkeitsbericht wirft, wird deutlich, mit welch einer Einsatzbereitschaft und einem Zeitaufwand sie sich in den Dienst der guten Sache stellen. Bei der Jahreshauptversammlung resümierte man die vergangenen Monate, ehrte verdiente Blutspender und Helfer.

„Bei allem, was das DRK tut, unterscheidet es nicht nach Freund und Feind. Es fragt auch nicht, woher jemand kommt oder an was er glaubt. Was allein zählt, ist die Menschlichkeit“, eröffnete Karl-Heinz Niemeier die Zusammenkunft, die vermutlich aufgrund der Corona-Welle eher übersichtlich besucht war.

1091 Stunden waren die Helfer im vergangenen Jahr im Einsatz.

Karl-Heinz Niemeier

Niemeier erinnerte an die Sanitätsdienste, ein Eckpfeiler des Deutschen Roten Kreuzes. Die Liste kann sich sehen lassen. Der Rosenmontagszug, Reitturniere, Oktoberfest, sieben Vorstellungen auf der Freilichtbühne Tecklenburg, das Handball-Camp in Kattenvenne oder das Tauziehen des Schützenvereins Wester und die Seniorenfahrdienste sind nur einige Beispiele aus dem Terminkalender. Hinzu kommen die vereinseigenen Veranstaltungen wie Erbsensuppenverkauf oder Blutspendedienste. Bei einigen Sanitätsdiensten benötigte man die Unterstützung des DRK Lengerich, im Gegenzug unterstützten die Ladberger die Nachbargruppe bei fünf Veranstaltungen.

Dank an die Feuerwehr

Zudem sind die DRK`ler bei den Übungen der Freiwilligen Feuerwehr dabei. „Wir danken der Feuerwehr, dass wir an den Einsätzen und Übungen beteiligt sind, um unsere praktische Arbeit der Öffentlichkeit vorstellen zu können“, sagte Karl-Heinz Niemeier.

Ein lang gehegter Wunsch des Ortsvereins wurde im vergangenen Jahr erfüllt: die Gründung einer Jugendrotkreuzgruppe. Um deren Leiterteam – Verena Becker und Joshua Machnitzke – wurde der Vorstand nach einstimmiger Wahl erweitert.

Die Blutspendetermine sind ein weiterer Eckpfeiler des DRK, fünf Mal fanden sie 2019 statt. „Zu diesen Terminen erschienen 505 Blutspender, davon 15 Erstspender“, erklärte Niemeier. „Wir hoffen, dass die Bereitschaft Blut zu spenden, wieder wächst“, so der Geschäftsführer des Ortsvereins.

Ohne Ehrenamt sei die Arbeit des DRK nicht denkbar, betonte Niemeier. Die Helfer opferten Urlaubstage, Feierabende und Wochenenden für die Aktivitäten, die sich ordentlich summierten: „1091 Stunden waren die Helfer im vergangenen Jahr im Einsatz“, berichtete er.

Ein weiterer Teil jeder Jahreshauptversammlung ist die Ehrung der Blutspender. Ausgezeichnet für 25-malige Teilnahme wurden Eckhard Untiet, Frank Neuhaus, Christoph Seifert, Andreas Lang und Birgit Bücker-Kohnhorst. 50 Mal spendeten Bernhard Paul, Marc Stienecker und Günter Johansmeier. Doch es geht noch mehr: Markus Mählmann, Reiner Hinterberg und Lars Kemper gingen 75 Mal zum Aderlass.

Den Vogel schoss Andreas Milfeit ab, der vom Vorsitzenden Wolfgang Menebröcker und Karl-Heinz Niemeier für seine 100-malige Spendenbereitschaft geehrt wurde. „Das ist eine außergewöhnliche Leistung, die wir hier nicht jedes Mal haben“, lobte Menebröcker. Den Spendern sprach der Vorsitzende seinen Dank aus und ermunterte sie, der Blutspende die Treue zu halten. „Wir sind stolz auf sie, die sie über Jahre hinweg immer wieder bewiesen haben, dass Nächstenliebe, Verantwortungsgefühl und Hilfsbereitschaft für sie nicht nur leere Worthülsen sind, sondern echte gelebte Werte“, sagte er. Dies sei in einer Zeit, in der viele leider nur zu oft nach persönlichem Nutzen und Profit streben, umso höher zu bewerten.

Sein ausdrücklicher Dank galt zwei Vorstandskollegen. „Was wäre der Ortsverein ohne Familie Niemeier“, fragte Wolfgang Menebröcker. Thomas Niemeier ist seit 35 Jahren dem DRK treu, Karl-Heinz Niemeier sogar seit stolzen 65 Jahren. „Das ist wohl kaum noch zu toppen“, lobte Menebröcker und dankte dem Vater-Sohn-Gespann für die umfangreiche und langjährige Vorstandsarbeit.

Die nächste DRK-Blutspendeaktion findet voraussichtlich am 8. Mai im Feuerwehrgerätehaus statt.

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