40 Jahre: Positive Bilanz im Jugendzentrum
Bunte Vielfalt seit fast 40 Jahren

Ladbergen -

Im November 1980 ging das Jugendzentrum in Ladbergen an den Start. Schnell war klar, dass die Einrichtung bei den Jugendlichen, aber auch bei deren Eltern gut ankam. Zum einjährigen Bestehen berichtete der Tecklenburger Landbote von einer „echten Alternative in der Freizeitgestaltung“.

Donnerstag, 19.03.2020, 18:31 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 18:00 Uhr
Bevor sie ihre Kinder 1980 in das neue Jugendzentrum
Bevor sie ihre Kinder 1980 in das neue Jugendzentrum Foto: Mareike Stratmann

„Die Jugendlichen kamen und wollten erst einmal die Lage checken“, berichtete Bernd Hellbusch , erster Leiter des Ladberger Jugendzentrums einst im Gespräch mit dem Tecklenburger Landboten. Aus dem „Checken“ wurde eine Erfolgsgeschichte, die im November 1981 ihren ersten Geburtstag feiern konnte. In diesem Jahr wird die Einrichtung auf der Rott 40 Jahre alt. Von den Anfängen der Einrichtung berichtete einst der „Tecklenburger Landbote“:

„Das Jugendzentrum ist zu einer echten Alternative in der Freizeitgestaltung geworden“, schrieb der Kollege damals. Dafür, dass alles harmonisch laufe, sei Hellbusch zuständig. Dieser sagt: „Mir ist es gelungen, ihnen das Gefühl zu geben, dass hier jeder akzeptiert wird. Nachdem sie das begriffen hatten, sahen sie ein, dass es gar nicht nötig ist, sich einen Raum organisieren zu wollen.“ Die anfänglichen Probleme seien schnell bereinigt gewesen: „Es ist ruhig und friedlich hier. Es kann jeder kommen und keiner wird rausgeschmissen“, erläuterte Hellbusch.

Außerdem würden die Jugendlichen viel selbst auf die Beine stellen: Eine Rock-AG sorgt für die richtige Musik, organisiert eigene Feten, hört sich Demobänder an und vieles mehr.

Schnell hatte Hellbusch bemerkt, dass eine Person alleine kaum den Überblick über all diese Gruppen behalten könne, und einen zusätzlichen Mitarbeiter gefordert. Sein Anliegen stieß in der Gemeinde auf offene Ohren. Horst Toboll wurde bis zum September 1982 eingestellt.

„In Ladbergen wird versucht, an anderen Stellen als am Jugendzentrum zu sparen, um das gegenwärtig Erreichte nicht zu gefährden, sondern kontinuierlich weiterzuentwickeln“, lobte Hellbusch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Auch die Eltern der Kinder hätten das Jugendzentrum schnell akzeptiert. Einige hätten die Räumlichkeiten allerdings vorher unter die Luppe genommen. „Oft gleicht das Haus einer Telefonzentrale, denn die Eltern wissen, dass sie ihre Sprösslinge hier erreichen können“, freute sich der Leiter über die gute Resonanz.

Aus dem Wochenplan von damals lässt sich ersehen, wie vielfältig das Angebot in den Anfangsjahren war. Montags arbeitete die Foto-AG, anfallende Kosten teilten sich Gemeinde und Besucher des JZ. Am Dienstag war Fußball-AG, die nicht in Konkurrenz zu den Vereinen. sondern einzig als Angebot für die Jugendlichen stehen sollte. Der Dienstagabend stand im Zeichen von Kino und Schlemmen. Im Wechsel wurde ein Film geschaut oder ein gemeinsames Essen gekocht. „Ich möchte den Jugendlichen zeigen, dass Kochen gar nicht so schwierig ist“, meinte Hellbusch damals. Der Andrang – zu dem auch Jungs gehörten – gab dem Leiter der Einrichtung recht.

Mittwochs gab es die offene Teestube, abends war Basteltreffen. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. So auch beim Töpfern am Donnerstag: Krippen, Vasen, Tassen, Wandschmuck und vieles mehr fertigten die Jugendlichen. Auch eine Zeitungsgruppe habe es damals gegeben, in lockeren Abständen erschien die JZ-Zeitung „Hey-Du-da“ mit interessanten Themen aus Ladbergen.

Die Projektgruppe „Dritte Welt“ war ein weitere Angebot aus der Gründungszeit: Die Jugendlichen sammelten Spielzeug für Kinder in Nicaragua und in Kinderheimen.

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