Angelsportverein siedelt Quappe an
Eine Fischart kehrt an den unteren Mühlenbach zurück

Ladbergen -

Der Angelsportverein Ladbergen setzt sich für eine Wiederansiedlung der Quappe in heimischen Gewässern ein. Rund 11000 Brutfische wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen eines Artenhilfsprogramms ausgesetzt.

Freitag, 20.03.2020, 18:51 Uhr aktualisiert: 23.03.2020, 17:40 Uhr
Die Quappe ist ein bodenlebender und nachtaktiver Raubfisch
Die Quappe ist ein bodenlebender und nachtaktiver Raubfisch Foto: Angelsportverein

Wer an Quappen denkt, hat in der Regel Kaulquappen, die Larven der Frösche, vor Augen. „Den meisten Menschen wird der Name des Fisches nicht viel sagen“, ist Dirk Fiegenbaum , Vorsitzender des Angelsportvereins Ladbergen, überzeugt. Mit seinen Mitstreitern macht er sich für die Wiederansiedlung der Fische stark, die bis in die 70er-Jahre in kleinen Flüssen und Bächen oft anzutreffen gewesen seien.

Durch die Flurbereinigung sei ihnen die Lebensgrundlage entzogen worden, weiß Fiegenbaum. Überflutungsflächen und Auen seien verschwunden, Fließgewässer begradigt, verbaut oder verrohrt worden. „Damit waren den Fischen im Winter die Laichmöglichkeiten genommen“, beschreibt er die Folge. Zudem verschlechterte sich die Wassergüte immer mehr, so dass die Quappe irgendwann ganz aus den heimischen Gewässern verschwunden war. Mit Unterstützung des Landesfischereiverbandes möchten die Angelvereine vor Ort das ändern. Ein Besatzprogramm des Verbandes mit Jungfischen aus der Fischzucht des Ruhrverbandes macht eine Wiederansiedlung möglich.

Da sich die Wasserqualität inzwischen verbessert habe, sei das sinnvoll. Vor allem der untere Teil des Ladberger Mühlenbaches und die Glane bis zu ihrer Einmündung in die Ems kommen in Frage. Rund 11 000 Brutfische hat der Angelsportverein in diese Gewässer eingebracht. Finanziert wurde das aus Mitgliedsbeiträgen und Besatzbeihilfen des Landes.

Erste Rückmeldungen lassen auf eine positive Entwicklung hoffen, sagen die Angler. Eine endgültige Aussage, ob die Wiederansiedlung klappt, sei erst nach Abschluss der Projekts im kommenden Jahr möglich.

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