Marketing-Initiative „Nu män tou!“ näht Mundschutzmasken wie am Fließband
Gemeinsam für die Pflegekräfte

Ladbergen -

Als Mitglieder der Marketing-Initiative „Nu män tou!“ ihre Idee publik machten, Mundschutzmasken für das Seniorenheim Haus Widum zu nähen, liefen sie bei der Einrichtungsleiterin und den Mitarbeitern offene Türen ein. Viele Frauen und Männer meldeten sich, um dabei zu sein. Nun sucht der Verein weitere Helfer, die mit anpacken.

Donnerstag, 02.04.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 16:08 Uhr
„Nu män tou!“ sucht weitere Helfer, die Lust haben, Mundschutzmasken für das Seniorenheim Haus Widum zu nähen.
„Nu män tou!“ sucht weitere Helfer, die Lust haben, Mundschutzmasken für das Seniorenheim Haus Widum zu nähen. Foto: Dietlind Ellerich

Der Dorfladen der Marketing-Initiative „Nu män tou!“ ist geschlossen, die Mitarbeiter sind arbeitslos und warten darauf, etwas tun zu können. Ihnen kam die Idee einiger Vereinsmitglieder, Mundschutzmasken für das Seniorenheim Haus Widum zu fertigen, ebenso recht wie der Einrichtung, in der die Masken Mangelware sind, die vor der Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollen.

Bei der Einrichtungsleiterin Elke Bierbaum liefen Ingo Kielmann , Hans-Jürgen Mäscher und Ilse Nowak, die die Aktion der Initiative koordinieren, mit ihrem Angebot offeneTüren ein. „Das ist ein Segen“, bringt es Bierbaum auf den Punkt. Auch ihre Mitarbeiter seien begeistert, dass sich so viele Menschen ehrenamtlich engagierten, damit sie besser gegen Ansteckung geschützt sind.

In der Aktion „Behelfs-Mund-Nasen-Schutz“ seien aktuell 15 bis 20 Leute mit dem Zuschneiden, Stecken und Nähen der Masken beschäftigt. Ziel der Aktion sei vorrangig, das Seniorenheim zu versorgen. „Material haben wir genug, Helfer fehlen noch“, sagt Ingo Kielmann im Gespräch mit der WN.

Da sich die Gruppe wegen des Kontaktverbots nicht treffen kann, ist eine gute Planung unerlässlich. So werden Schnittmuster und Anleitungen per E-Mail oder WhatsApp versendet, den Freiwilligen ausrangierte kochfeste Bettlaken und Bett- und Kissenbezüge nach Hause gebracht und mit vorschriftsmäßigem Sicherheitsabstand übergeben, später dort die fertigen Mundschutze abgeholt, die vor der Lieferung ans Haus Widum zentral gewaschen werden.

„Gesteckt und genäht wird in den Familien“, erklärt Kielmann das Prozedere. So sitzt er selber an den Abenden mit seiner Ehefrau und den Schwiegereltern zusammen und steckt und näht bei einem Glas Rotwein Mundschutze. „Die Geselligkeit soll nicht zu kurz kommen“, stellt er klar, dass das Engagement trotz des ernsten Hintergrunds auch Spaß machen darf.

Mitte der kommenden Woche soll die erste Lieferung erfolgen. 200 Exemplare werden dann voraussichtlich fertig sein. Um mehr produzieren zu können, sucht die Initiative dringend weitere Helfer. Egal ob Zuschneider, Stecker oder Näher, jeder Handschlag sei wichtig, so Kielmann.

Wer Lust hat mitzumachen, kann sich an Hans-Jürgen Mäscher ( 0 54 85/13 75 und E-Mail h.j.maescher@gmx.de), Ilse Nowak ( 0 54 85/21 46) oder Ingo Kielmann ( 0 54 85/25 04) wenden

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