Veterinäramt stellt bakterielle Infektion fest
Ladbergerin findet tote Blaumeisen

Ladbergen -

Bei toten Meisen in Ladbergen wurde das Bakterium Suttonella ornithocola nachgewiesen und als Ursache für das Sterben diagnostiziert.

Montag, 20.04.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 27.04.2020, 17:12 Uhr
Das vermehrte Sterben von Blaumeisen wurd auch schon in anderen Orten des Münsterlandes beobachtet.
Das vermehrte Sterben von Blaumeisen wurd auch schon in anderen Orten des Münsterlandes beobachtet. Foto: Patrick Pleul

Auch im Kreis Steinfurt ist die Vogelwelt vom Meisensterben betroffen. Nachdem eine Frau aus Ladbergen dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Steinfurt rund ein Dutzend toter Blaumeisen in ihrem Garten gemeldet hatte, ließ dieses vier der Vögel im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe untersuchen.

Das Ergebnis liegt nun vor: Bei allen Meisen wurde das Bakterium Suttonella ornithocola nachgewiesen und als Ursache für das Meisensterben diagnostiziert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kreises hervor. Alle Meisen wiesen demnach einen schlechten Ernährungszustand auf, zwei litten unter einer blutigen Darmentzündung, eine unter einer Lungenentzündung.

Da sich die Vögel an Futterhäuschen und an aufgestellten Tränken gegenseitig infizieren können, empfiehlt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zurzeit, dringend Futterstellen und Tränken zu entfernen. Das Amt weist darauf hin, dass Einsendungen toter Vögel nicht erforderlich sind. Meldungen zu tot aufgefundenen Meisen können auf der Homepage des Nabu über ein Meldeformular abgegeben werden.

Seit März wird ein vermehrtes Sterben von Vögeln, überwiegend von Blaumeisen, mit dem Schwerpunkt im Westen Deutschlands beobachtet, teilt der Kreis abschließend mit.

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