Erzieher des Familienzentrums „Die kleinen Strolche“ hängen Post der Kinder auf
Ein ganz besonderes Schaufenster

Ladbergen -

Auch wenn das Familienzentrum „Die kleinen Strolche“ geschlossen ist: Der Kontakt zwischen dem Team, den Kindern und Eltern bleibt bestehen. Bilder und Briefe tragen dazu bei. Und es gibt noch weitere kreative Ideen.

Mittwoch, 29.04.2020, 20:33 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 15:10 Uhr
Kita-Leiterin Conny Wehnert-Schmitz
Kita-Leiterin Conny Wehnert-Schmitz Foto: Dietlind Ellerich

Seit sechs Wochen ist das DRK-Familienzentrum „Die kleinen Strolche“ wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Hin und wieder sind lediglich wenige Kinder im Rahmen der Notbetreuung im Haus.

Kontakt hält das Team dennoch zu den insgesamt 52 Kindern und ihren Familien. Nicht nur die Kleinen vermissen ihre Erzieher und ihren Kita-Alltag, auch dem Team fehlen seine Schützlinge. Umso mehr haben sie sich in den vergangenen Wochen über Briefe und Bilder, aber auch über ein Klopfen und Winken an der Fensterscheibe gefreut, wenn Familien auf dem Spaziergang einen Abstecher zu ihrer Einrichtung machten.

„Wir telefonieren mit den Kindern und deren Eltern, fragen, wie es ihnen geht und was sie erlebt haben, laden sie ein, sich an den Tütchen mit Wildkräutersamen zu bedienen, die vor dem Eingang hängen“, zählt Kita-Leiterin Conny Wehnert-Schmitz auf, wie das Team versucht, Kontakt zu halten.

Wir telefonieren mit den Kindern und deren Eltern.

Conny Wehnert-Schmitz

Die Kindern revanchieren sich auf kreative Weise. Sie malen Bilder, schreiben Briefe, hinterlassen kleine Andenken wie einen Stein mit einem Schutzengel. Damit alle etwas von diesen „Souvenirs“ haben, gestaltet das Team in diesen Tagen eine Fensterfront, die sich langsam füllt. „Wir vermissen euch und freuen uns auf ein Wiedersehen“, ist in bunten Buchstaben zu lesen. Darunter hängen die Bilder der Kinder. Da wechseln Dinos mit Blumen, Gedichte mit Wünschen und der Hoffnung, bald wieder auf dem Spielplatz toben, „Taxi“ fahren oder snoezeln zu dürfen.

Ganz rechts grüßen die Erzieher der Gruppen. „Wir möchten gern, dass die Familien auf ihrem Spaziergang vorbeikommen und sich freuen, wenn ihr Brief oder Bild im Fenster hängt“, begründet Wehnert-Schmitz die farbige Fensterfront.

Eine weitere Aktion ist in Planung. „Auf dem Parkplatz soll ein großen Kreidebild entstehen“, kündigt die Leiterin für die nächste Schönwetter-Phase an. Unter dem Motto „Wir halten zusammen“ dürfen Kinder, die mit Familien vorbeikommen, ein Bild beginnen, das andere nach und nach weitermalen.

Dass die Aktion nicht zum Treffpunkt werden darf, versteht sich von selbst. Natürlich müsse Abstand gehalten werden, stellt Wehnert-Schmitz klar. „Wenn es zu voll wird, müssen die Familien einen Abstecher zum Friedenspark machen und die Enten begrüßen“, sagt sie schmunzelnd.

Viele kreative Ideen warten noch darauf, umgesetzt zu werden. Nichtsdestotrotz hofft das Team unter Conny Wehnert-Schmitz, „dass es mit dem Kita-Alltag ganz bald wieder losgehen kann.

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