Masken künftig nur noch bei Bedarf
„Nu män tou!“ stellt Fertigung ein

Ladbergen -

Rund 40 Frauen und Männer haben in den vergangenen Wochen die Nähnadeln glühen lassen. Hergestellt haben sie 1500 Mund-Nasen-Schutzmasken, die an Kindertagesstätten, Grundschule und Seniorenheim verteilt worden sind. Jetzt ist erstmal Schluss mit dem Nähen.

Donnerstag, 14.05.2020, 06:13 Uhr aktualisiert: 14.05.2020, 08:38 Uhr
Ingo Kielmann (rechts) und seine Mitstreiter haben in den vergangenen Wochen rund 1500 Mund-Nasen-Schutzmasken gefertigt und in Ladberger Einrichtungen verteilt
Ingo Kielmann (rechts) und seine Mitstreiter haben in den vergangenen Wochen rund 1500 Mund-Nasen-Schutzmasken gefertigt und in Ladberger Einrichtungen verteilt Foto: Dietlind Ellerich

Dass sie Gemeinschaftssinn leben können, haben die Ehrenamtlichen der Marketing-Initiative „Nu män tou!“ in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Rund 1500 Mund-Nasen-Schutzmasken aus Stoff haben sie im unentgeltlichen Einsatz genäht und an Einrichtungen wie Kindertagesstätten, die Grundschule und das Seniorenheim Haus Widum verteilt ( WN berichteten ).

Unter dem Motto „Ladberger für Ladberger“ haben die Mitglieder nicht nur gemeinsam mit den Landfrauen wie am Fließband genäht, sondern auch eine Logistik aufgebaut, die es den Zuschneidern, Nähern und Auslieferern unter Einhaltung des Abstandsgebots möglich machte, erst die Stoffe und später die Masken unter die Leute zu bringen.

Nun soll Schluss sein. Die Initiatoren Ilse Nowak, Elfriede Hötzel, Hans-Jürgen Mäscher und Ingo Kielmann teilen mit, dass sie die regelmäßige Fertigung einstellen werden. Wenn Bedarf bestehe, könne die Näharbeitsgruppe reaktiviert werden, lassen sie ein Hintertürchen offen.

„Wir haben die erste Grundversorgung sicherstellen können, als von einer Maskenpflicht noch nicht die Rede war“, zieht Ingo Kielmann eine positive Bilanz der Aktion, an der sich rund 40 Frauen und Männer beteiligt haben. Vom einfachen Modell nach dem Schnittmuster der Essener Feuerwehr bis zur Designer-Maske mit tollen Mustern und in ansprechenden Farben habe sich das Team gesteigert und dabei jede Menge Spaß gehabt, fasst Kielmann die vergangenen Wochen zusammen.

„Die Restbestände möchten wir im Dorfladen gegen eine Spende für die Familienstiftung anbieten oder gegebenenfalls an das Seniorenheim geben“, kündigt Kielmann an. Sollten im Einzelfall weitere Masken benötigt werden, werde man die Helfer erneut ansprechen.

Ihnen gilt der besondere Dank der Initiatoren. „Gerne möchten wir auf der Terrasse unseres Dorfladens gemeinsam feiern und allen in die Augen, auf Nase und Mund schauen. Mal sehen, wann das möglich sein wird“, hofft Ingo Kielmann, alle ehrenamtlichen Helfer einmal persönlich kennenlernen zu können.

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