Tagesmütter, Jugendzentrum, Kulturbühne:
Pandemie bremst viele Aktivitäten

Ladbergen -

Ob Tagesmütter, Jugendzentrum oder Kulturbühne – die Corona-Pandemie hat viele Aktivitäten fast bis zum Stillstand gebracht. Thomas Kötterheinrich, Vorsitzender des Gesellschaftsausschusses im Gemeinderat, hat sich umgesehen.

Samstag, 16.05.2020, 07:57 Uhr aktualisiert: 16.05.2020, 08:00 Uhr
Tagesmutter Ramona Hüwelmann beschreibt Thomas Kötterheinrich, wie sich die Corona-Pandemie auf ihre Arbeit auswirkt.
Tagesmutter Ramona Hüwelmann beschreibt Thomas Kötterheinrich, wie sich die Corona-Pandemie auf ihre Arbeit auswirkt. Foto: Kötterheinrich

Über die Auswirkungen der Corona-Krise hat sich der Vorsitzende des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses des Gemeinderats und Bürgermeisterkandidat Thomas Kötterheinrich bei Ladberger Institutionen erkundigt. Stellvertretend für die sozialen und kulturellen Einrichtungen im Ort sprach er nach eigenen Angaben mit Christiane Weinmar vom Jugendzentrum, Hartwig Pruin von der Kulturbühne und den Tagesmüttern Ramona Hüwelmann und Anne Lindemann.

Viele Bürger hoffen derzeit auf weitere Lockerungen, um den Alltag wieder besser gestalten zu können. So auch Ramona Hüwelmann und Anne Lindemann, heißt es im Bericht. „Die Tagesmütter üben ihren Beruf mit sehr viel Leidenschaft und Einsatz aus. Ihnen fehlt der persönliche Umgang mit den Kindern. Und natürlich fehlen den Kindern auch die Tagesmütter. Dieser persönliche Kontakt kann auch nicht durch die durchgeführten Videotelefonate ersetzt werden“, meint der Sozialdemokrat Kötterheinrich.

Unseren Bildungsauftrag können wir aktuell leider nicht erfüllen.

Ramona Hüwelmann, Tagesmutter

Viele Eltern, die berufstätig sind, stünden vor der Ungewissheit, wie sie weiter ihren Beruf ausüben sollen, wenn Tagesmütter und Einrichtungen nicht wie gewohnt zu Verfügung stehen. „Es gibt zwar eine Notbetreuung für sogenannte Schlüsselpositionen, aber diese Betreuung ist eben nicht für alle zugängig. Da müssen zeitnah verlässliche und sicheren Lösungen vom Land angeboten werden“, fordert Thomas Kötterheinrich.

„Wir haben auch einen klaren Bildungsauftrag, nämlich die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern. Diesen können wir aktuell leider nicht erfüllen“, beschreibt Ramona Hüwelmann die aktuelle Lage.

Das Programm der Kulturbühne ruht

Die Kulturbühne kann derzeit keine Veranstaltungen durchführen. Die Auftritte bekannter und noch unbekannter Künstler erfreuten sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit, fast alle Vorstellungen waren ausverkauft. Umso mehr schmerzt es Hartwig Pruin, dass bereits zwei Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Die Kulturbühne plant, die ausgefallenen Vorstellungen nach den Sommerferien nachzuholen. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, versichert Hartwig Pruin. „Das Programm ist bis Ende 2021 durchgeplant. Für unser kulturelles Angebot im Dorf ist es unverzichtbar, dass die Kulturbühne bald wieder öffnet“, sagt der Kommunalpolitiker. Seine Hoffnung: mit weiteren Lockerungen seitens der Landesregierung kann die Kulturbühne bald wieder an den Start gehen. 

Geschlossen ist auch das Jugendzentrum. Die beiden Mitarbeiterinnen Regina Storck und Christiane Weinmar erledigen derzeit liegengebliebene Arbeiten oder führen Reparaturen und Modernisierungen durch. Außerdem erarbeiten sie ein Konzept, wie bei einer Öffnung die Hygienestandards eingehalten werden können.

Digitale Angebote, Fenstergespräche und Telefon lassen den Kontakt zu Vertrauenspersonen nicht abreißen.

Thomas Kötterheinrich zur Arbeit des Jugendzentrums

Thomas Kötterheinrich war nach eigenen Angaben beeindruckt, mit wie viel Kreativität und Einsatz das Jugendzentrum sein Angebot aufrecht hält. „Digitale Angebote, Fenstergespräche oder auch die telefonische Erreichbarkeit sorgen dafür, dass der wichtige Kontakt zu den Vertrauenspersonen nicht abreißt. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sorgt das Jugendzentrum dafür, dass sich die Teenager nicht alleine fühlen und auch außerhalb des Elternhauses verlässliche Ansprechpartner haben“, freut sich Thomas Kötterheinrich.

Das Ferienprogramm für 2020 wurde bereits geplant, die Durchführung erscheint angesichts der Corona-Pandemie aber mehr als fraglich. An Alternativplänen werde gearbeitet, das Jugendzentrum stehe nur scheinbar still, beschreibt er die Situation.

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