Rehkitzrettung Tecklenburger Land
Zufriedene Gesichter

Lienen -

Acht Kitze und 19 Fasaneneier, hinzu kommen diverse Hasen, Ricken und andere Wildtiere. Für Marc Gerseker ein durchaus erfolgreicher Morgen. Mit seiner Drohne überfliegt er landwirtschaftliche Flächen vor der Mahd, um Tiernachwuchs zu retten. Der Lienener ist Mitglied der Tierrettung Tecklenburger Land.

Montag, 18.05.2020, 06:23 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 16:12 Uhr
Am Donnerstagmorgen war Marc Gerseker von der Rehkitzrettung Tecklenburger Land mit der Drohne in Meckelwege am Hof Kätker tätig. Nach der erfolgreichen Aktion überreichte der Filialleiter der Kreissparkasse Steinfurt, Frank Woitowitz, eine Spende von 1000 Euro. Olaf Dölling vom Hegering Lienen und Landwirt Heiner Kätker (von rechts) begleiteten die Rehkitzsuche.
Am Donnerstagmorgen war Marc Gerseker von der Rehkitzrettung Tecklenburger Land mit der Drohne in Meckelwege am Hof Kätker tätig. Nach der erfolgreichen Aktion überreichte der Filialleiter der Kreissparkasse Steinfurt, Frank Woitowitz, eine Spende von 1000 Euro. Olaf Dölling vom Hegering Lienen und Landwirt Heiner Kätker (von rechts) begleiteten die Rehkitzsuche. Foto: Reinhard Korbel

Zufriedene Gesichter gab es am Donnerstagmorgen bei der Rehkitzsuche mit Marc Gerseker von der Rehkitzrettung Tecklenburger Land, der mit seiner Drohne seit einigen Wochen in den frühen Morgenstunden unterwegs ist. Acht Kitze und 19 Fasaneneier wurden auf den Grünflächen des Hofes Kätker in Meckelwege gerettet sowie diverse Hasen, Ricken sowie andere Wildtiere aus den zu mähenden Flächen vergrämt.

„Wir als Jägerschaft sind, zusammen mit den Landwirten, unterstützend bei der Kitzsuche dabei. Das ist allein auch schon rechtlich wichtig, da die Drohnenpiloten sonst theoretisch Wilderei begehen würden“, erklärt Olaf Dölling .

Marc Gerseker hatte bis Donnerstag 350 Hektar Fläche in diesem Jahr abgeflogen. Nach seiner Schützung etwa ein Drittel der zu erwartenden Fläche. Die Saison geht meistens von Mitte April bis Mitte Juni.

Die Anschaffungskosten für seine Drohne inclusive der Wärmebildkamera lägen bei etwa 7000 Euro, wobei allein pro Jahr 1000 Euro in neue Akkus investiert werden müssen, erläutert Gerseker. Gestartet wird je nach Anzahl der Flächen um 3.30 Uhr, geflogen bis 8 Uhr. Danach seien die Flächen durch die Sonne zu stark aufgeheizt und man könne die Kitze nicht mehr erkennen, erläutert er im Gespräch mit den WN.

Insgesamt seien die Drohnenpiloten in der Region gut vernetzt, sodass auch mal ein anderer aushelfen kann, wenn Marc Gerseker keine Zeit hat. Zu schaffen sind pro Morgen maximal 50 Hektar. Geserkers Highlight war in diesem Jahr die Suche in den Flächen des Hofes Schöppker in Meckelwege. Dort hatten die Kollegen von der Kitzrettung Osnabrücker Land übernommen, und es wurden auf 26 Hektar Grünroggen zwölf Kitze gefunden.

„Die Jägerschaft und die Kreissparkasse begrüßen dieses ehrenamtliche Engagement sehr und unterstützen es daher gerne“, berichten Olaf Dölling und Frank Woitowitz.

Marc Gerseker sucht noch Ehrenamtliche, die sich vorstellen könnten, eine Drohne zu fliegen. Gerne biete er Unterstützung bei der Einführung an. Dadurch könnten noch mehr Flächen abgesucht werden, da in der Regel ja alle Landwirte gleichzeitig mähen möchten.

 

Kontakt:  01 74/93 54 746, E-Mail info@kitzrettung.eu.

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