Heizungsbrand im Keller eines Einfamilienhauses am Waldweg
Senior mit Fluchthaube geborgen

ladbergen -

Ein völlig ausgebrannter Heizungskeller, ein verrauchtes Einfamilienhaus und zwei Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht wurden, lautet die Bilanz des Geschehens, das die Freiwillige Feuerwehr Ladbergen in der Nacht zu Mittwoch auf Trab gehalten hat.

Mittwoch, 27.05.2020, 17:45 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 16:07 Uhr
Schrecken in der Nacht zu Mittwoch. In einem Einfamilienhaus am Waldweg brannte eine Ölheizung.
Schrecken in der Nacht zu Mittwoch. In einem Einfamilienhaus am Waldweg brannte eine Ölheizung. Foto: NWM-TV

„Als wir eintrafen, standen bereits zwei Personen vor dem Haus, ein Mann war noch im Obergeschoss am Fenster“, beschreibt Einsatzleiter Andreas Keuer die Dramatik des Einsatzes, zu dem die Freiwillige Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch zum Waldweg ausrückte.

Ein völlig ausgebrannter Heizungskeller, ein verrauchtes Einfamilienhaus und zwei Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht wurden, lautet die Bilanz des Geschehens, das die Hausbewohner, die 26 Kameraden der Wehr und die Polizei einige Stunden auf Trab hielt.

„Kleinbrand einer Ölheizung im Keller durch einen technischen Defekt, Abgase im Gebäude“, als mit dieser Meldung der Alarm um 0.40 Uhr losging, sei schnell klar gewesen, dass der Einsatz brenzlig werden könnte. Dies bestätigte sich, als die Einsatzkräfte auf der Fahrt erfuhren, dass noch Personen im Gebäude sein sollen. Schon unterwegs legten die Trupps Atemschutz an und eine Fluchthaube bereit, um die Personen aus dem Haus bergen zu können.

Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Frau das Haus schon verlassen hatte. Ein Senior, der im Obergeschoss am geöffneten Fenster stand, wurde mit einer Fluchthaube geborgen. Er hatte das Haus nicht aus eigener Kraft verlassen können, weiß Einsatzleiter Keuer. Er ist ebenso verletzt wie sein Sohn, der versuchte hatte, den Vater aus dem Gebäude zu holen. Dies sei ihm „wegen des ex-tremen Rauchs“ nicht gelungen. so Keuer.

Beide Männer wurden ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren drei Rettungswagen vor Ort. „Einen hatten wir zum Eigenschutz angefordert“, sagt Andreas Keuer.

Da zunächst die Rettung der Menschen höchste Priorität gehabt habe, sei die Wehr behutsam vorgegangen. „Wir haben uns bemüht, die Ausbreitung so gering wie möglich zu halten“, so Keuer, der von einem technischen Defekt als Brandursache ausgeht.

Um zu verhindern, dass noch mehr Rauch nach oben dringt, hat die Wehr einen mobilen Rauchabschluss gesetzt. „Wir haben alle drei Geschosse mit Lüftern ausgestattet“, erklärt Keuer das Prozedere. Er bezweifelt, dass das Einfamilienhaus ohne eine umfangreiche Renovierung bewohnbar ist.

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