VfL-Vorstand entscheidet sich einstimmig
Nach dem Spiel ab ins „Abpfiff“

Ladbergen -

20 Namensvorschläge gab es für das neue Clubheim. Der Vorstand hat nun einstimmig entschieden, wie es heißen soll.

Mittwoch, 03.06.2020, 19:20 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 16:08 Uhr
Das Clubheim des VfL Ladbergen hat zwei Sonnenterrassen, von denen die Zuschauer und nach dem Abpfiff auch die Spieler gute Sicht auf das Geschehen
Das Clubheim des VfL Ladbergen hat zwei Sonnenterrassen, von denen die Zuschauer und nach dem Abpfiff auch die Spieler gute Sicht auf das Geschehen Foto: Dietlind Ellerich

„Abpfiff“ soll das neue Clubheim des Fußballvereins VfL Ladbergen heißen. Während ihrer Vorstandssitzung am Montagabend entschieden sich die sechs Mitglieder einstimmig für den Namen. 20 Vorschläge hätten die Vereinsmitglieder eingereicht, sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Tim Lutterbei . Sie reichten von „1975“, dem Gründungsjahr des Vereins über „VfL-Schenke“ bis zu einigen Namen rund um den „König“, in Anlehnung an die Adresse „Zur Königsbrücke“.

Auch der „Anstoß“ war dabei. Zwar solle im Clubheim auch mal mit einem Bier angestoßen werden, aber nicht vor dem Anstoß des Fußballspiels, sondern eher nach dem Abpfiff, macht Lutterbei deutlich, dass das einfach besser passt.

Eigentlich war die Einweihung des neuen Clubheims des VfL Ladbergen auf dem Gelände der Sportanlage „Zur Königsbrücke“ für den 9. Mai geplant. „Leider ist wegen der Corona-Beschränkungen eine Feierstunde nicht möglich“, sagt Tim Lutterbei. „Es wäre schön, wenn die Mannschaften die Räumlichkeiten, auf die sie sich gefreut haben, nutzen könnten“, bedauert er.

Seit Anfang Mai ist der VfL Ladbergen Mieter des Heims, das nach einem knappen halben Jahr Bauzeit fertiggestellt wurde. Lediglich die Küchenzeile im Thekenbereich und die Regale für die Pokale fehlen noch. Der Hauptraum kann durch eine mobile Wand geteilt werden. Nicht nur für Besprechungen, sondern auch für Feiern können die Räume genutzt werden, sagt Lutterbei.

Der Name „Abpfiff“ passt gut zum Verweilen nach dem Spiel.

Tim Lutterbei

HG Averhaus hat das elf mal elf Meter große Gebäude, dessen Baukosten er nicht näher beziffert, als Investor errichtet. Der VfL trägt diese in den kommenden Jahren als Mietschulden ab (WN berichteten).

Tim Lutterbei dankt nicht nur Averhaus für seine Verbundenheit mit dem Verein, sondern auch der Kommune für ihre Unterstützung sowie den vielen Spendern und Helfern. „Ohne die wäre es nicht gegangen“, erklärt er. So haben Ehrenamtliche in Kleingruppen die Terrassen gepflastert, von denen die Besucher einen freien Blick auf das Geschehen auf den beiden Sportplätzen haben, wenn der Spielbetrieb wieder richtig läuft.

Lutterbei hofft, dass es im Spätsommer losgehen kann und dann auch die Einweihungsfeier und Taufe des Clubheims nachgeholt werden können.

In der kommenden Woche möchte der VfL unter Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzregeln wieder in den Trainingsbetrieb starten. Das Sportamt der Kommune hatte die Sportstätten zum Beginn dieser Woche freigegeben und mit Desinfektionsspendern ausgestattet.

Nun gilt es für die Verantwortlichen des VfL die am Montagabend beschlossenen Regeln auszuarbeiten und umzusetzen, damit die Kinder-, Jugend- und Seniorenmannschaften des 450 Mitglieder starken Vereins auf den Platz gehen können.

„Viele Kommunen im Kreis beneiden uns um unsere tolle Sportanlage“, weiß Lutterbei. Schon seit Anfang der 1990er Jahre gebe es in Ladbergen Kunstrasen. Das neue Clubheim mit viel Platz, um das gesellige Miteinander jenseits des Sports zu pflegen, ist für die VfL-Mitglieder das Sahnehäubchen auf den Anlagen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7434547?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F
Nachrichten-Ticker