TSV erhält knapp 146 000 Euro aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“
Land hat Spendierhosen an

Ladbergen -

Im Rahmen des Landesprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ erhält der TSV Ladbergen Fördergelder von knapp 146 000 Euro für die Sportstätten an der Lengericher Straße. Der Vereinsvorsitzende Hans-Gerhard Schröer freut sich riesig, denn das Clubheim ist in die Jahre gekommen.

Mittwoch, 10.06.2020, 18:55 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 17:34 Uhr
Das Clubheim des TSV ist in die Jahre gekommen.
Das Clubheim des TSV ist in die Jahre gekommen. Foto: Dietlind Ellerich

„Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat“, sagt Hans-Gerhard Schröer . Zwar wartet der erste Vorsitzende des TSV Ladbergen noch auf die Post, in der das Land NRW dem Verein die Fördersumme von knapp 146 000 Euro offiziell zusichert. Die gute Nachricht hatte sich aber schon über die sozialen Medien herumgesprochen und wird bestätigt durch Mitteilungen der Pressestelle der Staatskanzlei und der CDU-Landtagsabgeordneten Andrea Stullich an unsere Zeitung.

Im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ erhält der TSV die Fördergelder für zwei Maßnahmen. 83 300 Euro gibt es für die Modernisierung des Daches und der Heizungsanlage im Clubhaus an der Lengericher Straße. Das Haus sei mit viel Eigenleistung vor knapp 40 Jahren von den Mitgliedern gebaut worden, weiß der Vorsitzende Schröer, dass nach dieser Zeit dringend Handlungsbedarf besteht. Die Erneuerung der Bewässerung der Tennisplätze erfolgt ebenfalls aus diesem Topf, dessen Gesamtkosten der Verein in seinem Antrag auf 92 600 Euro beziffert hat.

Eine zweite Charge beträgt 62 600 Euro. Sie fließen in den Austausch der Fenster, Türen, Bodenbeläge und Elektroinstallationen im Clubhaus sowie in die Erneuerung der Zuschauertribüne. Hierfür wurden insgesamt 69 600 Euro angesetzt.

Solche Maßnahmen finanziell zu stemmen, sei für einen Verein fast unmöglich, ist sich Schröer darüber im Klaren, dass der Geldsegen „richtig gut“ ist.

Auch Bürgermeister Udo Decker-König freut sich, dass die zu Beginn des Jahres beantragten Fördermittel für den TSV Ladbergen bewilligt wurden. Vor den in der Gesamtrechnung noch fehlenden gut 16 000 Euro ist ihm nicht bange. Er gehe davon aus, dass der Verein auf die Verwaltung zukommen werde. Decker-König rechnet damit, die Lücke mit Mitteln aus der Sportpauschale des Landes füllen zu können.

Für den Vereinsvorsitzenden Schröer ist diese Aussicht beruhigend, denn auch 16 000 Euro könne der TSV nicht aus der Portokasse bezahlen. Schröer hofft, dass der Verein zügig mit den Bauarbeiten losgehen kann. „Wir möchten mit dem Dach anfangen“, kündigt er an.

Mit Blick auf das kommende Jahr, in dem der Sportverein mit aktuell 900 Mitgliedern sein 100-jähriges Jubiläum feiern kann, empfindet er die Zusicherung der Fördermittel als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk.

Ob und wie das Jubiläum gefeiert werden kann, steht wegen Corona noch in den Sternen. „Veranstaltungen ohne Zuschauer kommen für uns nicht in Frage“, macht Hans-Gerhard Schröer deutlich, dass der Verein im Augenblick noch nichts entscheiden könne.

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