Krimi-Projekt am Augustinianum
Viele spannende Mordfälle

Greven/Ladbergen -

Mit einem Krimi-Projekt ist am Augustinianum bei den Achtklässern das Interesse für Kriminalliteratur geweckt worden. Intensiv haben sie sich mit diesem Genre auseinandergesetzt und freuen sich jetzt auf lesereiche Ferien.

Freitag, 19.06.2020, 19:53 Uhr
Mehmetali Seymen und Eric Marien haben sich für den Krimi „Secret Zero“
Mehmetali Seymen und Eric Marien haben sich für den Krimi „Secret Zero“ Foto: Augustinanum

Lernen (auf Distanz) ist in Zeiten von Corona für alle eine Herausforderung – mit dem Krimi-Projekt der Klassen 8 c und e des Gymnasium Augustinianum ist diese Herausforderung zum Ende des Schuljahres auf kreative Weise gelungen.

„Die Judenbuche“

Für das Gelingen sorgten im Rahmen des Krimi-Projekts zum dritten Mal die Grevener Stadtbibliothek in Kooperation mit der örtlichen Buchhandlung, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Davon sowie von der Expertise der Bibliothekarinnen Sigrid Högemann und Anne Thiemann profitierten im Mai und Juni Schüler der Jahrgangsstufe acht gemeinsam mit ihren Deutschlehrern Benedikt Faber und Sarah Rütter.

Die Klassen hatten zunächst die klassische Novelle „Die Judenbuche“ der Westfälin Annette von Droste- Hülshoff behandelt und sich dem Sittengemälde über Persönlichkeitsprofile und Charakterisierungen genähert. Ein von der Stadtbibliothek erstellter Biparcours schaffte es dann, den klassischen Text mit den zeitgenössischen Krimis zu verbinden, teilt die Schule weiter mit.

Vielfältige Themen

In den Krimis dreht es sich vor meist zeitgenössischer Kulisse um vielfältige Themen aus der Lebens- und Medienwelt der Schüler: Mobbing, Selbstzweifel, Cyberkriminalität, Drogen, kriminelle Clans. Es agieren jugendliche Ermittler und es gab jede Menge spannende Mordfälle . . .

In Kleingruppen wurde – im Homeoffice, in Videokonferenzen und an den Präsenzunterrichtstagen in der Schule – mit den Kriminalromanen gearbeitet, die auf überwiegend positive Resonanz unter den durchaus kritischen Leser stießen. So gab Nico aus der 8 c an, sich nach der Lektüre direkt den nächsten Band von „Top Secret“ besorgt zu haben. Auch „Last exit“ und „Secret Zero“ kamen in zwei Jungen-Truppen der 8 e glänzend an. Schließlich waren sich die Gruppen rund um „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher einig, dass man das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Rezensionen

Im Lauf der Projekt-Arbeiten entstanden Figurenkonstellationen und Spannungskurven, Cover-Gestaltungen, Poster und Collagen; die Texte wurden auf typische Merkmale einer Kriminalerzählung abgeklopft und in Comics umgearbeitet oder als Hörspiele inszeniert. Um jugendliche Besucher der Stadtbibliothek zu informieren und ihnen ihre Entscheidung für die richtige (Urlaubs-)Lektüre zu erleichtern, wurden Rezensionen der Bücher formuliert, die bald in der Bücherei ausgestellt werden.

Die Kooperation schloss in der vorletzten Schulwoche mit einem klasseninternen Bücherflohmarkt am Augustinianum ab, sodass die zunächst leihweise erhaltenen Bände zu Freundschaftspreisen erworben werden können: das „eigene“ Buch kann dabei ebenso gekauft werden wie Empfehlungen anderer Gruppen bzw. der anderen Klasse. Lesereichen Ferien steht dann nichts mehr im Wege.

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