Rosenblütenblätter-Püree macht aus einfachen Muffins köstliche Cupcakes
Farbig, duftig, lecker

Ladbergen -

Im dritten Teil unserer Serie „Mein Heimatgarten“ geht es um Rosen, die nicht nur toll aussehen und duften, sondern auch für das eine oder andere Geschmackserlebnis gut sind.

Mittwoch, 24.06.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 17:06 Uhr
Rosen sehen nicht nur gut aus, sie stehen auch auf dem Speiseplan von Hauswirtschafterin Stefanie Fornfeist.
Rosen sehen nicht nur gut aus, sie stehen auch auf dem Speiseplan von Hauswirtschafterin Stefanie Fornfeist. Foto: Dietlind Ellerich

Sie heißen Augusta Luise , Lili Marleen , „Mme. Boll“ und „Rose de Resht“. Und egal ob sie in Rot oder Rosé, Weiß, Lachsfarben oder Purpurrosa blühen, Rosenfreunde fühlen sich in diesen Tagen im Heimatgarten von Stefanie Fornfeist wie im Paradies. Sie genießen aber nicht nur die Farbenpracht, sondern auch eine wahre Duftexplosion.

Kaum zu glauben, dass diese Pracht hier gar nicht selbstverständlich ist. „Der trockene, magere Sandboden in der ehemaligen Heide zwischen Ladbergen und Kattenvenne bietet der Königin der Blumen leider keine optimalen Bedingungen“, sagt die Fachfrau. Sie weiß aber auch, was zu tun ist, damit es mit dem Traum vom romantischen Rosengarten trotzdem klappt.

Sie rät zu robusten, krankheitsresistenten Sorten, aber auch zu einer guten Vorbereitung des Bodens. Da Rosen tief wurzeln, sollte an einem sonnigen, luftigen Platz 0,50 bis ein Meter tief gegraben, der Aushub mit hochwertiger Gartenerde, Kompost und Hornspänen vermischt und zurück ins Loch gefüllt werden. „Die Rose einsetzen, wässern und gut antreten“, fährt sie fort.

Ganz ohne Arbeit geht es während der Blüte einer der ältesten Pflanzen nicht. Wer verwelkte Blüten abschneiden möchte, sollte die Schere direkt über dem fünfgliedrigen Blatt zum Stängel hin schräg ansetzen.

Wenn Blütenblätter braun werden, kann der Sternrußtau, eine Pilzerkrankung, daran schuld sein. Auch hier weiß Stefanie Fornfeist Rat. „Einfach die befallenen Stelen abschneiden“, sagt sie. Damit es bei feuchtem Wetter gar nicht erst soweit komme, könne man die Rose mit H-Milch besprühen. „Das senkt den pH-Wert auf dem Blatt, und die Pilze können nicht wachsen“, so ihr Tipp zur Vorbeugung.

Wer unsere Serie „Mein Heimatgarten“ in den vergangenen Monaten verfolgt hat, weiß, dass die Pflanzen, die die Kräuterpädagogin und Hauswirtschafterin hegt und pflegt, meist auch zum Verzehr geeignet sind.

So steht die „Rosa rugosa“, die „Kartoffelrose“, nicht nur auf dem Speiseplan von Biene und Spatz. Blüten und Hagebutten können zu einem Rosenblütencocktail, einem Roseneis oder Vanille-Cupcakes mit Rosentopping (siehe Rezept) verarbeitet werden, die Menschen prima schmecken. Wichtig: Die Rosen sollten ungespritzt sein.

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