Torsten Buller geht als unabhängiger Kandidat ins Rennen um die Nachfolge von Udo Decker-König
Respektvoll und ausgleichend

Ladbergen -

Ob die ländliche Idylle, die gute Anbindung an die A1, die vielfältige Vereinsstruktur oder das soziale Miteinander – „viele Gründe sprechen für Ladbergen“, macht Torsten Buller deutlich. Das war für den unabhängigen Bürgermeisterkandidaten Grund genug, vor eineinhalb Jahren seinen Hut in den Ring zu werfen.

Dienstag, 14.07.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 15:56 Uhr
Der Ortskern, die gute Stube Ladbergens, ist für Torsten Buller ein Lieblingsplatz
Der Ortskern, die gute Stube Ladbergens, ist für Torsten Buller ein Lieblingsplatz Foto: Dietlind Ellerich

Der 45-Jährige möchte den Ort, der nach einem Intermezzo im Rheinland seit kurzem wieder sein Wohnort ist, nicht nur genießen, sondern auch gestalten.

Zwar hat der gebürtige Lengericher an seinem jetzigen Arbeitsplatz im Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz durchaus Einfluss auf das Geschehen auf kommunaler Ebene, wichtiger ist es ihm aber, vor Ort die Gemeinde für die Ladberger zu gestalten.

Schon seit Monaten wirbt Buller bei Unternehmern, Vereinen, Initiativen und Privatleuten um deren Stimmen. Leise und weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolviert er seine Tour. Bekannt ist er trotzdem. Während des Pressetermins an seinem Lieblingsplatz mitten im Dorf, seinem Ausgangspunkt für zahlreiche Aktivitäten, vergeht kaum ein Augenblick, ohne dass jemand ihm zuwinkt, hupt oder ihn anspricht. „Ich bekomme in meinen Gesprächen viel positives Feedback“, bestätigt Torsten Buller diesen Eindruck. Ihm sei es wichtig, sich mit den Menschen auszutauschen, zu hören, was sie bewegt, um es nach der Wahl umzusetzen. fährt er fort.

Warum er sich als unabhängiger Kandidat zur Wahl stellt, hat seinen Grund. „Parteiarbeit bindet viel Zeit“, stellt er fest, wohlwissend dass seine Kandidatur ohne die Unterstützung durch die Ladberger Ortsunion nicht leistbar wäre. Zudem sei es einfacher, als parteiloser Verwaltungschef alle im Rat vertretenen Parteien zusammenzuführen, ist Buller überzeugt. Fäden zusammenzufügen, auszugleichen, dabei für jede und jeden ein offenes Ohr zu haben, beschreibt er seine Stärken, ohne die es als Bürgermeister nicht gehe.

„Zusammenarbeiten, damit es gut läuft“, gibt er als Devise aus. Das werde in Zukunft umso wichtiger, weil die Kommune Corona-bedingt weniger Geld zur Verfügung haben werde. Er ist gespannt auf kontroverse Diskussionen, schätzt aber einen respektvollen Umgang und traut sich zu, „auch Positionen, die sich eigentlich spinnefeind sind“, auf einem gemeinsamen Weg zum Ziel zu führen.

Dank seines verständnisvollen Referatsleiters im Ministerium, der Möglichkeit, an vier Tagen in der Woche im Homeoffice zu arbeiten, und dank vieler aufgesparter Urlaubstage konnte Torsten Buller in den vergangenen Monaten viel Zeit in Ladbergen verbringen, um mit seinen zukünftigen Wählern in Kontakt zu treten.

Mit Tempo geht es nun in den Endspurt des Wahlkampfs. „Mein Ziel bleibt, alle Haustüren einmal in der Hand zu halten.“ Das Versprechen, das Torsten Buller vor zweieinhalb Monaten in dieser Zeitung gegeben hat, gilt natürlich. Ende Juli soll‘s losgehen mit dem Haustür-Wahlkampf. Buller freut sich auf 2700 bis 2800 kurze, charmante Begegnungen. Dass er auch bei seinem Mitbewerber Thomas Kötterheinrich schellen wird, ist für ihn selbstverständlich. Bisher hätten sie noch wenig Gelegenheit gehabt, sich kennenzulernen.

Bei allem Lob und Wohlwollen für den Ort, dessen Geschicke er nach der Kommunalwahl am 13. September lenken möchte, da gibt es auch etwas, was ihm ein Dorn im Auge ist. „Der fehlende ÖPNV“, sagt er wie aus der Pistole geschossen. Buller verweist auf die schlechte Taktung des Busses, außerdem gebe es keine Verbindung zum Kattenvenner Bahnhof, bedauert er. Für eine Verbesserung möchte er sich einsetzen. Nicht nur für die Ladberger sei das wichtig, auch für ihn persönlich. Falls ihn als Verwaltungschef die Sehnsucht nach dem Großstadtflair von Köln und Düsseldorf packen sollte.

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