SPD-Kandidat Thomas Kötterheinrich sieht sich gut unterstützt durch seinen Ortsverein sowie FDP und Grüne
Mit Herzblut für den Heimatort

Ladbergen -

Seinen lebens- und liebenswerten Heimatort zu gestalten und weiterzuentwickeln, ihm etwas zurückzugeben, hat sich Thomas Kötterheinrich auf die Fahne geschrieben. Am liebsten als Bürgermeister.

Freitag, 10.07.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 17:02 Uhr
Bei der Wahl seines Lieblingsplatzes ist Thomas Kötterheinrich flexibel. Die ursprünglich als Treffpunkt vorgesehene Ruhebank mit Blick ins Grüne an der Waldseestraße fiel wegen Regens ins Wasser
Bei der Wahl seines Lieblingsplatzes ist Thomas Kötterheinrich flexibel. Die ursprünglich als Treffpunkt vorgesehene Ruhebank mit Blick ins Grüne an der Waldseestraße fiel wegen Regens ins Wasser Foto: Dietlind Ellerich

„Keine ideologische Ausrichtung, mir geht es um Sachpolitik und Mehrheiten“, erklärt Thomas Kötterheinrich , wie er seine Ämter als Ratsherr und SPD-Fraktionschef versteht. Getreu dem Motto „Nicht nur meckern, sondern machen“, ist er seit 15 Jahren in der Politik seines Heimatortes aktiv und sieht sich gut gerüstet für die Aufgabe des Verwaltungschefs.

Da Udo Decker-König sich nicht wieder zur Wahl stellt, ist für Kötterheinrich genau jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Kandidatur. „Gegen einen Amtsinhaber würde ich nicht antreten, zumal wenn er einen guten Job macht und alles funktioniert“, sagt der 50-Jährige.

Seinen lebens- und liebenswerten Heimatort zu gestalten und weiterzuentwickeln, ihm etwas zurückzugeben, hat sich Kötterheinrich auf die Fahne geschrieben. Am liebsten als Bürgermeister, wohlwissend, dass er als Verwaltungschef auch nur eine Stimme im Rat hätte. Sollte er am 13. September nicht gewinnen, würde er dennoch weitermachen und in der Politik bleiben. „Natürlich wäre ich enttäuscht“, ist er sicher, verweist aber auf seinen ersten Platz auf der Kandidatenliste seiner Partei und die Chance, als Ratsherr weiter zum Zuge zu kommen.

Was den ÖPNV angeht, haben wir keine richtige Lobby im Kreis.

Thomas Kötterheinrich

Wenn Kötterheinrich von Ladbergen spricht, gerät er ins Schwärmen. Er spricht vom idyllischen Dorf mit guter Autobahnanbindung, vom tollen zwischenmenschlichen Miteinander und von einer funktionierenden Vereinsstruktur, in der er sich gut vernetzt sieht. Der Ort, in dem er aufgewachsen ist, seine Frau kennen- und liebengelernt und seine Töchter groß gezogen hat, ist ihm ans Herz gewachsen. Diese Idylle möchte er für seine Kinder und Enkelkinder bewahren, das Wachstum so steuern, dass Ladbergen nicht über sich hinauswächst.

Das größte Manko ist in seinen Augen der „ganz dramatisch schlechte ÖPNV“. Da gelte es beim Kreis Steinfurt ganz dicke Bretter zu bohren, beschreibt er die Herausforderung.

Seit Monaten ist Kötterheinrich in Sachen Wahlkampf unterwegs, spricht auf seiner Sommertour mit Einzelhändlern, Unternehmern und Vereinsvorständen, lässt sich von Bürgern zu Kaffee und Kuchen einladen, bringt aber das Gebäck selber mit, pflegt seine Homepage, dreht Videos, erledigt - auch im Homeoffice - als Büroleiter bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in Münster einen Vollzeitjob.

Dankbar ist er seinem engagierten Wahlteam und Tochter Neele, die ihm den Rücken frei hält und sich um seine Facebook- und Insta-gram-Accounts kümmert.

Seinem geplanten Haustürwahlkampf zum Endspurt sieht er gelassen entgegen. Er würde zwar gerne alle Haushalte abklappern, glaubt aber, das nicht zu schaffen. „Die meisten Bürger kenne und duze ich“, macht Thomas Kötterheinrich deutlich, dass er sich in Ladbergen mittendrin sieht.

Er finde es gut, dass es Menschen gibt, die sich politisch engagieren, sagt er mit Blick auf seinen Mitbewerber Torsten Buller. Ob eher dessen vielleicht neutralere Sicht auf die Dinge oder seine eigene sehr gute Vernetzung von Vorteil sei, müsse er am Ende den Wählern überlassen. Bis dahin will Kötterheinrich bei den Wahlberechtigten mit seinen Stärken punkten. Er könne vermitteln, sehe die Grautöne zwischen Schwarz und Weiß, für den Kandidaten ist das in der Politik eine Grundvoraussetzung, um in Sachfragen den Konsens für einen überparteilichen Mittelweg zu finden. Zudem spreche die Unterstützung durch die eigene Partei sowie durch FDP und Grüne in seinen Augen für sich.

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