Die Dicke Bohne wird in der Münsterländer Guacamole ganz neu interpretiert
Super lecker, super gesund

Ladbergen -

Die Hochbeete hinter den hohen Hecken im hinteren Teil des Gartens sind voller Gemüse.. Gurken, Erbsen, Möhren, Lauch, Zucchini, Sellerie, Dicke Bohnen – Stefanie Fornfeist muss schmunzeln, wenn sie an Omas „Dicke Bohnen mit Speck und zuviel Bohnenkraut“ denkt.

Mittwoch, 22.07.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 16:42 Uhr
Die Münsterländer Guacamole schmeckt hervorragend als Brotaufstrich oder als Sugo zu Pasta.
Die Münsterländer Guacamole schmeckt hervorragend als Brotaufstrich oder als Sugo zu Pasta. Foto: Dietlind Ellerich

Ab Juli lässt sich in Stefanie Fornfeists Heimatgarten jeden Tag etwas (anderes) für den Speiseplan ernten, und so war es kein Problem, als die Frau mit dem grünen Daumen durchblicken ließ, dass die erste Partie Brokkoli, der eigentlich Thema des vierten Teils unserer Serie werden sollte, bereits verzehrt und die nächste Partie noch nicht reif ist.

Denn die Hochbeete hinter den hohen Hecken im hinteren Teil des Gartens sind voller Alternativen. Gurken, Erbsen, Möhren, Lauch, Zucchini, Sellerie, Dicke Bohnen – Fornfeist muss schmunzeln, wenn sie an Omas „Dicke Bohnen mit Speck und zuviel Bohnenkraut“ denkt. „Die mochte ich gar nicht“, erinnert sie sich. Das hielt sie nicht davon ab, etwas Neues aus den etwas aus der Mode gekommenen Früchten zu zaubern. „Ganz fein kann man sie als Sugo zu Pasta zubereiten und besonders köstlich ist die Münsterländer Guacamole auf frisch geröstetem Brot“, findet sie (Rezept siehe unten).

Dicke Bohnen sind roh ungenießbar.

Stefanie Fornfeist

Da Dicke Bohnen wie alle Hülsenfrüchte sehr viel Eiweiß enthalten, sind sie zudem sehr gesund und besonders für Vegetarier wichtig. Damit die Dicke Bohne ein kulinarischer Genuss wird, empfiehlt es sich, die zähe, ledrige Haut von den Bohnenkernen zu lösen.

So wenig sie sie als Kind mochte, wenn Stefanie Fornfeist heute von der Dicken Bohne spricht, gerät sie beinahe ins Schwärmen. Die Bohnen seien in eine fleischige Hülse eingebettet, die sich innen ganz samtig weich anfühle, zeigt sie an der Frucht.

Warum das ganze junge Gemüse in Fornfeists Hochbeeten so gut wächst und gedeiht, leuchtet auch Gartenlaien ein. Gemüse in dem trockenen Sandboden zu züchten, sei sehr schwierig, weiß die Fachfrau aus leidvoller Erfahrung. Reiche Ernte bekomme sie erst, seit sie die Pflanzen in einen humosen, extrem nährstoffhaltigen Boden aus gehäckseltem Laubschnitt und Gartenernte in die Hochbeete setze.

Gemüse anzubauen war übrigens der Urgedanke des Heimatgartens in Ladbergen. Aus ihrer Kindheit kannte Stefanie Fornfeist es nicht anders. „Gemüse wurde nicht gekauft, sondern selbst angebaut. Das Einsäen, die Pflege und letztlich auch der besondere Geschmack – das bedeutet für mich Heimat“, macht die Naturgenussführerin und Hauswirtschafterin deutlich.

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