2004 werden Grundstück und Schießstand erworben
Wilma Wibbeler ist erste Regentin

Ladbergen -

Die erste Königin in der Vereinsgeschichte, der Erwerb des Vereinsheims – die Geschichte der Schützenfamilie ist von vielen Ereignissen geprägt.

Sonntag, 02.08.2020, 20:01 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 17:04 Uhr
Das Vereinsheim wurde im Jahr 2004 erworben. Es war eine Entscheidung von großer Tragweite.
Das Vereinsheim wurde im Jahr 2004 erworben. Es war eine Entscheidung von großer Tragweite. Foto: Schützenverein Hölter

Der Schützenverein Ladbergen-Hölter ist vor 100 Jahren gegründet worden. Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass alle für das Jubiläumsjahr geplanten Veranstaltungen abgesagt werden mussten. In einer Serie geben die Westfälischen Nachrichten , in Zusammenarbeit mit dem Verein, Einblick in die vergangenen 100 Jahre.

Mitte der 1990er-Jahre kamen Überlegungen bezüglich eines Königstreffens auf. 1997 fand dann die erste derartige Veranstaltung mit der aktuellen und ehemaligen Majestäten statt. Da lagen zwei andere Ereignisse schon hinter dem Verein.

Am ersten Maiwochenende 1995 war das 75-jährige Bestehen gefeiert worden. Drei Tage lang stand das Dorf ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Freitagabend fand zum Auftakt eine Oldie-Night statt. Am Samstag wurde das Schützenfest gefeiert mit dem abendlichen Ball als Höhepunkt. „Die ‚sonnenwend Buam‘ aus Ruhpolding brachten das Festzelt zum Kochen“, heißt es in der Chronik. Am nächsten Tag machten 27 Schützenvereine dem Jubilar ihre Aufwartung.

Mit Wilma Wibbeler setzte sich im Jahr 1999 erstmals eine Frau beim Königsschießen durch. Im Milleniumjahr bestieg mit Ulrich Erpenbeck erstmals ein Spross der Familie, die den Verein schon so lange unterstützt hatte, den Thron. Im Jahr darauf wird am Schießstand eine Vogelstange errichtet. An der werden in den Folgejahren im Wechsel der Reinhold-Bettler-Pokal und die Ladberger Kaiserwürde ausgeschossen. Wobei ausgerechnet die Premiere im Jahr 2001 in die Hose ging. Nach über 1200 Schüssen machte der Holzvogel keinerlei Anstalten, von der Stange zu fallen. Bei einbrechender Dunkelheit wurde das Schießen abgebrochen. Bei der Fortsetzung am Pfingstwochenende sicherte sich Manfred Untiet als erster den Reinhold-Bettler-Pokal. Im Jahr 2002 holte Herward Kemper vom Schützenverein Wester den Vogel von der Stange und wurde erster Schützenkaiser in Ladbergen.

In diesem Jahr musste auch eine Entscheidung mit großer Tragweite getroffen werden. Das Vereinslokal „Heideblümchen“ sollte verkauft werden. Der Hölteraner Vorstand beschloss einstimmig, das Grundstück mit dem Schießstand zu kaufen. Zwei Jahre später war der Verein im Grundbuch als Besitzer eingetragen.

2006 wurde erneut das Heimatschützenfest in Ladbergen gefeiert. In jenem Jahr fand auch das erste Tauziehen in Hölter statt. Die Landjugend aus Ladbergen war nicht zu schlagen und belegte die ersten beiden Plätze. Im Oktober wurde das erste Herbstfest gefeiert.

Vier Jahre später, zum 90-jährigen Bestehen, zählte der Schützenverein Hölter 350 Schützenbrüder und -schwestern. Erstmals wurden die Krawatten mit dem Vereinslogo gebunden. Beim zweiten Königstreffen fanden sich 60 ehemalige Majestäten ein. Rudi Oelrich erhielt einen Orden, weil er zum 20. Mal die Königskutsche gefahren hatte.

Anfang November 2012 wurde, nach langen Diskussionen, ein eigener Verkaufswagen für den Eiserkuchen-Stand bei Weihnachtsmärkten Realität. Beim Erpenbecker Weihnachtsmarkt waren die Hölteraner zum 24. Mal mit ihrer Eiserkuchen-Schmiede dabei und fanden viele Abnehmer.

Vor acht Jahren fiel auch der Entschluss, die Schießanlage zu erneuern. Mit der Installation von zwei elektronischen Systemen für das KK-Schießen war die Anlage wieder auf dem Stand der Technik.

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