Initiative freut sich über wachsende Resonanz beim Artenschutz
Blütenpracht statt Brache

Ladbergen -

Die Idee ist aus dem Unternehmen gekommen, erzählt Markus Schröerlücke. Die Resonanz, gerade von Spaziergänger und Firmenbesuchern, sei durchgehend positiv. Was gemacht worden ist? Eine Brachfläche ist in eine Blühwiese umgewandelt worden.

Freitag, 21.08.2020, 06:05 Uhr aktualisiert: 21.08.2020, 16:00 Uhr
Aus einer Brachfläche auf dem Gelände der Firma Schröerlücke & Keuer ist eine Blühwiese entstanden. Ein Paradies für Insekten auf der Suche nach Pollen und Nektar.
Aus einer Brachfläche auf dem Gelände der Firma Schröerlücke & Keuer ist eine Blühwiese entstanden. Ein Paradies für Insekten auf der Suche nach Pollen und Nektar. Foto: privat

Auf ein gelungenes Beispiel, Lebensraum für Insekten und Pflanzen zu schaffen, weist die Initiative „Zusammen Vielfalt schaffen“ hin. Im Rahmen der Unternehmer-Radtour (WN berichteten) präsentierten Dr. Wolfgang Hungerberg und Silke Groenewold eine Blühwiese auf dem Gelände der Firma Schröerlücke & Keuer.

„Wir sind im Unternehmen gemeinsam auf die Idee gekommen, die brachliegende Fläche ökologisch aufzuwerten“, erläuterte Markus Schröerlücke . Ausgesät wurde eine für diese Standort geeignete Saatgutmischung. Eine der Folgen: Ende Juli/Anfang August standen Spaziergänger und Besucher vor einem Meer von verschiedenen blühenden Pflanzen, beispielsweise Königskerze, Malve, Buchweizen, Inarnatklee, Phacelia, Kornblume und Resede.

Diese stellen, so erläuterten Silke Groenewold und Wolfgang Hungerberg, mit ihrem Pollen und Nektar ein enormes Nahrungsangebot für Bienen und weitere Insekten dar. Ein kleiner optischer Trick – Einfassung durch einen akkurat gemähten Rasenstreifen – gibt der Blühwiese einen Rahmen und erhöht die Akzeptanz bei ordnungsliebenden Betrachtern. Zudem hat das Unternehmen den Eingangsbereich des Firmengebäudes mit Gräsern, Lavendel, Frauenmantel, Brandkraut und anderen Pflanzen naturnah, somit ökologisch wertvoll und zugleich ästhetisch gestaltet.

Die Initiative ist nach eigenen Angaben immer auf der Suche nach Begrünungspotenzialen auf ungenutzten Flächen innerhalb von Siedlungsbereichen und Gewerbegebieten. „Der Flächenbedarf steigt und damit einhergehend die Versiegelung der Böden und der Verlust von Lebensraum für Pflanzen und Tiere“, stellt Silke Groenewold fest. Erfreulich sei, dass die Gemeindeverwaltung beginne, ihre vielen Möglichkeiten – Straßenbegleitgrün, Baumscheiben, Verkehrsinseln, Parks und kommunale Gehölzflächen – zu nutzen. Pflegekosten und Ressourceneinsatz können durch eine kluge Planung vergleichsweise niedrig gehalten werden, schreibt die Initiative. Das gelte natürlich auch für Unternehmen.

Die extreme Hitze und geringe Niederschlagsmengen bereiten in diesem Jahr Probleme bei der Durchführung derartiger Projekte. Deshalb sei Geduld bei der Realisierung gefordert, rät die Initiative.

Durch das Engagement der Gemeinde und der Unternehmen könne es gelingen, die Artenvielfalt im besiedelten Bereich zu erhöhen und für eine größere Vielfalt an einheimischen Pflanzen und wildlebenden Insekten auf öffentlichen und privaten Flächen zu sorgen. Die Initiative „Zusammen Vielfalt schaffen“ (Sandra Blumenthal Balsbering, Silke Groenewold, Dr. Wolfgang Hungerberg) arbeitet nach eigenen Angaben für diese Entwicklung und hofft, dass die Vorbilder in der Gemeinde Nachahmer finden.

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