Trägerschaft der OGS
Bewerber präsentieren ihre Konzepte

Ladbergen -

Bislang ist die Gemeinde Träger der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) in der Grundschule. Diese Aufgabe will sie abgeben. Mit Diakonischem Werk und Evangelischer Jugendhilfe haben sich im Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss zwei Bewerber vorgestellt. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat am 17. September.

Samstag, 22.08.2020, 05:54 Uhr aktualisiert: 23.08.2020, 18:32 Uhr
die OGS ist in der Grundschule untergebracht.
die OGS ist in der Grundschule untergebracht. Foto: Michael Baar

Die Entscheidung, welcher Bewerber die Trägerschaft der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) an der Grundschule übernehmen wird, ist am Donnerstagabend nicht gefallen. In der Sitzung des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses haben das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg und die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ihre Konzepte erläutert. „Die Fraktionen können jetzt in Ruhe darüber beraten, die Entscheidung sollte im Rat am 17. September fallen“, schlägt Ausschussvorsitzender Thomas Kötterheinrich nach der ausführlichen Präsentation vor. Dem folgen die Ausschussmitglieder einstimmig.

Unabhängig davon, welcher Bewerber den Zuschlag für die OGS erhält: die Gemeinde – derzeit Träger der OGS – wird mehr Geld ausgeben müssen. Wie viel? Auf rund 80 000 Euro schätzt Bürgermeister Udo Decker-König den Mehraufwand und beantwortet damit die Frage von Jens Tiemann. Die Vermutung des FDP-Fraktionsvorsitzenden, dass das die Konsequenz aus „mehr Personal und Stunden“ sei, bestätigt der Verwaltungsleiter. Betreut werden in der OGS derzeit 79 Kinder, ergänzt er.

Erfahrungen mit Offenen Ganztagsgrundschulen haben beide Bewerber, das Diakonische Werk seit 2005, die Evangelische Jugendhilfe noch ein Jahr länger. Auch in der Beschreibung dessen, was die Arbeit in der OGS ausmacht, sind viele Gemeinsamkeiten zu entdecken. Obwohl, darauf weist Stefan Zimmermann (Vorstand Diakonisches Werk) ebenso hin wie Karin Beckmann (Geschäftsführerin Evangelische Jugendhilfe), es vom Gesetzgeber keine verbindlichen Vorgaben gibt.

Der typische Ablauf in einer OGS beginnt in der Mittagszeit mit einem gemeinsamen Essen, für das beispielsweise Beilagen oder Salat mit den Kindern zubereitet werden. Lernzeit (Hausaufgabenbetreuung) schließt sich an, es folgen Arbeitsgemeinschaften, Freispiel oder Angebote mit Kooperationspartnern. Eine Ferienbetreuung gehört ebenfalls dazu. Wichtig ist beiden Bewerbern eine enge Zusammenarbeit mit dem Team der Grundschule.

Unterschiedlich ist der Ansatz der beiden potenziellen Träger beim Personal. Die Diakonie würde in drei Gruppen jeweils eine Leitungskraft installieren. zwei von ihnen mit 25 Wochenstunden, eine mit 30,5 Wochenstunden aufgrund der OGS-Leitungsfunktion. In jeder Gruppe würde eine Ergänzungskraft (20 Wochenstunden) eingesetzt, hinzu käme eine Hauswirtschaftskraft. Deren 24 Wochenstunden würden durch das von den Eltern zu entrichtende Essensgeld refinanziert, erläutert Stefan Zimmermann.

Kommentar

Richtiger SchrittKeine leichte Aufgabe für die Kommunalpolitik, den richtigen Träger für die Offene Ganztagsgrundschule zu finden. Beide Bewerber haben bei der Präsentation überzeugt, unterscheiden sich nur in Nuancen.

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Bei der Jugendhilfe würden für die Gruppenleitung jeweils 28 bis 30 Wochenstunden vorgesehen. Ergänzungskräfte werden mit zehn bis zwölf Wochenstunden eingerechnet. „Die OGS-Leitung erhält zudem zwei Freistellungsstunden je Gruppe“, fügt Karin Beckmann hinzu. Für Arbeitsgruppen setzt die Jugendhilfe auf Honorarkräfte.

 

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