Knappe Mehrheit für den parteilosen Kandidaten
Buller setzt sich durch

Ladbergen -

Das war spannend: Nach der Auszählung von acht Wahlkreisen standen die Kontrahenten gleichauf: Stimmengleichheit im Lager von Torsten Buller und Thomas Kötterheinrich. Den Schlussspurt entschied der parteilose Buller für sich und zieht ins Ladberger Rathaus ein.

Montag, 14.09.2020, 10:22 Uhr
Strahlende Gesichter bei Torsten Buller und Annette Düsing
Strahlende Gesichter bei Torsten Buller und Annette Düsing Foto: Luca Pals

Torsten Buller ist neuer Bürgermeister von Ladbergen. Mit 51,82 Prozent setzte sich der parteilose, von der CDU unterstützte 45-Jährige gegen den SPD-Mann Thomas Kötterheinrich durch. Er war von seiner Partei sowie von Bündnis 90/Die Grünen und der FDP ins Rennen geschickt worden.

Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, nach der Auszählung von acht der elf Wahlbezirke zählten beide Kandidaten exakt gleich viele Stimmen, hatte am Ende Buller knapp die Nase vorn.

Der 45-Jährige, der die Auszählung mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Annette Düsing verfolgt hatte, war überwältigt. „Der Abend war super spannend. Mir und uns war es von vornherein klar, dass es sehr eng werden wird“, kommentierte er sein gutes, wenn auch knappes Ergebnis. Er bedankte sich bei den Wählern, aber auch bei allen Parteien für den fairen Wahlkampf. „Der Wahlkampf hat viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Aufgaben, die nun kommen werden“, versprach Buller.

„Heute Abend wird erst einmal gefeiert. Für morgen habe ich mir frei genommen“, gab Buller am späten Abend als Devise aus.

Des einen Freud, des anderen Leid. Thomas Kötterhenrich war wie viele seiner Unterstützer aus der Familie, dem Freundeskreis und der Partei sprachlos angesichts seiner Niederlage. „Es war uns allen klar,, dass es knapp wird. Bei drei Parteien, die einen unterstützen, hatten wir natürlich einen guten Startpunkt. Aktuell ist es schwierig, tiefere Gründe für die Wahlniederlage zu finden“, versuchte er eine Erklärung.

„Für mich geht es politisch weiter. Ich werde mich weiter im Gemeinderat für meinen Ort engagieren und freue mich auf die politische Auseinandersetzung“, macht Thomas Kötterheinrich deutlich, dass er auch in Zukunft in seinem Heimatort Politik machen wird. Eine erneute Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters schließt er aber aus.

Auch die drei Parteien, die ihn im Wahlkampf unterstützt hatten, machten am Sonntagabend aus ihrer Ent              täuschung kein Hehl. Die Fraktionsvorsitzenden Jörg Berlemann (Grüne) und Jens Tiemann (FDP) sowie der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Untiel räumten unisono ein, dass sie mit der Niederlage ihres Kandidaten nicht gerechnet hätten.

 

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