Der Ladberger Udo Kröger entdeckt die Imkerei als Hobby
Gegen das Insektensterben

Ladbergen -

Aktiv werden gegen das Insektensterben: Udo Kröger hat vor drei Jahren die Imkerei als Hobby entdeckt.

Montag, 28.09.2020, 19:01 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 09:42 Uhr
Der Ladberger Udo Kröger wurde vor drei Jahren zum Imker. Groß Geld zu verdienen, ist nicht seine Motivation, sondern die Freude an diesem Hobby.
Der Ladberger Udo Kröger wurde vor drei Jahren zum Imker. Groß Geld zu verdienen, ist nicht seine Motivation, sondern die Freude an diesem Hobby. Foto: Luca Pals

Es fing alles mit einem Seminar in Schmedehausen an. Immer mal wieder hätte die Imkerei ihn interessiert, ein Freund hätte sich auf seinem eigenen Hof um Bienen gekümmert. „Da habe ich immer schon mal neugierig über die Schultern geschaut“, sagt der Ladberger Udo Kröger . Seit drei Jahren gehört er nun selber zu den Imkern. Groß Geld verdienen – das geht damit nicht, sagt er. Sei aber auch gar nicht sein Ziel: „Für mich ist das lediglich ein tolles Hobby geworden. Und dazu ist es mir besonders wichtig, etwas gegen das Insektensterben zu machen.“

Das Seminar, das den Ausschlag gegeben hat, wurde von Pia Aumeyer geführt. Bereits im Vorfeld hatte Kröger das Buch „Einfach Imker“ von Dr. Gerhard Liebig gelesen: „Das ist in Imker-Kreisen wie eine Bibel“, schmunzelt der naturverbundene Ladberger.

Das ist ein Hobby mit einem wichtigen Hintergedanken: Das Engagement gegen das Insektensterben.

Udo Kröger

Aktuell hat er im eigenen Garten zwei Ableger eines sogenannten Wirtschaftsvolkes, zwei weitere sind auf den Grundstücken von Freunden in Ladbergen aufgestellt. Kröger erklärt im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten: „Die Ableger müssen mindestens drei Kilometer auseinander liegen. Ansonsten fliegen die Bienen zum fremden Ableger zurück.“

Ein solcher Ableger entsteht durch das Herausnehmen einer Brutwabe, erklärt der Ladberger. Selber habe er nur mit einem Ableger angefangen: „Darauf baut man dann alles auf.“ Die nun heranwachsenden Tiere würden nach einiger Zeit ihre Königin heranzüchten. Kröger: „Die Königin schlüpft nach 16 Tagen, macht dann ihren sogenannten Hochzeitsflug und lässt sich begatten. Bis zu 20 000 Eier kann eine Königin pro Tag legen.“

Wöchentlich besucht der Imker die weiteren Standorte, reinigt die Holzkästen und schaut nach dem Rechten. Übrigens: Eine vollgesogene Wabe ist zwar klein, kann aber schnell bis zu zwei Kilogramm wiegen.

Udo Kröger sagt über sich, dass er immer schon ein Faible für Natur und Umwelt gehabt habe. In den vergangen Jahren sei dies aber verstärkt worden, Probleme wie der Klimawandel seien selbstverständlich existenziell: „Besonders dem Insektensterben will ich für meinen kleinen Teil in gewisser Weise entgegenwirken.“ Und: „Das Imkern ist da eine ganz tolle Möglichkeit.“

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