Gerücht kursiert in sozialen Netzwerken
Mann wollte nicht mit Gewalt ins Rathaus

Ladbergen -

Dass ein Mann mit Messern in der Hand vor dem Rathaus gestanden hat, ist richtig. Dass er mit Gewalt in die Verwaltung eindringen wollte, ein Gerücht in den sozialen Medien.

Freitag, 02.10.2020, 09:16 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 09:22 Uhr
Das Rathaus Ladbergen
Das Rathaus Ladbergen Foto: Sigmar Teuber

In den vergangenen Tagen wurde in den sozialen Medien intensiv ein Polizeieinsatz diskutiert, der sich am Nachmittag des 10. September vor dem Rathaus ereignet hatte. Es ging um einen Geflüchteten, der unter Androhung von Gewalt versucht haben soll, sich Zugang zu verschaffen.

Bürgermeister Udo Decker-König sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, er habe aus seinem Fenster einen Mann gesehen, der mit zwei Messern in der Hand vor dem Eingang gestanden und telefoniert habe. „Ich ging nach unten und sah, wie der Mann einige Meter weiter bereits von fünf Polizeibeamten festgenommen wurde“, schilderte Decker-König seine Beobachtungen.

Die Kreispolizeibehörde Steinfurt bestätigte den Einsatz. Der Mann habe nichts getan, die Situation habe bedrohlicher ausgesehen, als sie gewesen sei, sagte ein Sprecher.

Da der Mann auch mit Suizid gedroht hatte, habe sich die Pressestelle entschieden, den Vorfall nicht zur Veröffentlichung weiterzugeben. Eine Richterin wies ihn nach seiner Festnahme in die Psychiatrie ein.

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