Pollen können starke Allergien auslösen
Vorsicht: Beifuß-Ambrosia!

Ladbergen -

Silke Groenewold von der Initiative „Zusammen Vielfalt schaffen“ macht sich Sorgen. Auf einer Exkursion ist sie auf große Bestände der sehr gesundheitsschädlichen Beifuß-Ambrosia gestoßen. Die Pollen dieser Pflanze könnten bei vielen Menschen Allergien auslösen, weiß die Ladbergerin.

Donnerstag, 15.10.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 15:34 Uhr
Beifuß-Ambrosia
Beifuß-Ambrosia Foto: Groenewold

Auf die Entdeckung hätte Silke Groenewold gerne verzichtet. „Durch Zufall bin ich bei einer meiner Exkursionen auf große Bestände der sehr gesundheitsschädlichen Beifuß-Ambrosia gestoßen.“ Was dem Mitglied der Initiative „Zusammen Vielfalt schaffen“ Sorgen macht: Die Pollen dieser Pflanze können bei vielen Menschen Allergien auslösen.

„Das kann stärker sein als bei Gräser- und Birkenpollen“, berichtet die Ladbergerin. Im Zeitraum von August bis November, bevorzugt im Spätsommer, seien die Pollen in der Luft unterwegs. Ihre Entdeckung hat Silke Groenewold umgehend an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz gemeldet. Mit Alexandra Kattmann , der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Ladbergen, hat sie dann noch einmal den Bestand aufgesucht.

„Dabei ging es vor allem darum, ob ich die Pflanze richtig identifiziert habe“, erzählt sie. Nach eingehender Inspektion steht fest, es ist Beifuß-Ambrosia. Sie machen Bilder, informieren den Kreis Steinfurt. Von dort wird Unterstützung signalisiert.

Bei der Beifuß-Ambrosia handelt es sich um einen sogenannten Neophyten. Das sind fremdländische Pflanzen, die sich in der heimischen Natur ausbreiten und oft heimische Pflanzen verdrängen. Nach Europa eingeschleppt worden ist die in Nordamerika heimische Beifuß-Ambrosia vermutlich im 19. Jahrhundert über verunreinigtes Vogelfutter.

Bei der Beifuß-Ambrosia handelt es sich um eine einjährige Pflanze, erläutert Silke Groenewold. Sie wird bis zu zwei Meter hoch und besitzt einen behaarten, grünen Stängel, der sich im Sommer rotbraun verfärbt. Charakteristisch, so die Ladbergerin, sind die behaarten, doppelt gefiederten grünen Blätter. Die Pflanze trägt sowohl männliche Blüten (mit gelblichen Pollensäckchen und schirmartigen Köpfchen) am Ende des Stängels, wie auch darunter sitzende weibliche Blüten.

Die Beifuß-Ambrosia breitet sich insbesondere auf brachliegenden Grünflächen, an Randstreifen von Eisenbahnstrecken und Autobahnen aus. Stickoxidhaltige Autoabgase verändern die Pollen derart, dass die allergischen Reaktionen noch heftiger ausfallen, hat Silke Groenewold recherchiert.

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen sind Meldestellen für Ambrosia eingerichtet worden. Zudem sollten Flächen, auf denen Beifuß-Ambrosia entdeckt und beseitigt wurde, in den kommenden Jahren regelmäßig auf neuen Bewuchs kontrolliert werden.

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