Kindergarten-Bedarfsplanung zielt auf 13,5 Gruppen
St.-Christophorus richtet dritte Gruppe ein

Ladbergen -

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ie Erweiterung des evangelischen Familienzentrums, die erst in diesem Sommer im ehemaligen Gemeindehaus am Lenhartzweg eingeweiht wurde, war noch nicht das Ende der Fahnenstange. Jetzt steht fest, dass die Gemeinde mit Beginn des nächsten Kindergartenjahres eine weitere Kindergartengruppe einrichten muss.

Sonntag, 22.11.2020, 18:28 Uhr
Die katholischen Kirchengemeinde
Die katholischen Kirchengemeinde Foto: Kirchengemeinde

Dass die katholische Kirchengemeinde bereit ist, eine dritte Gruppe im St.-Christophorus-Kindergarten einzurichten, erfuhren die Mitglieder des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses während der Sitzung am Donnerstagabend.

Sigrid Bücker-Dowidat , Leiterin des Amts für soziale Angelegenheiten, hatte gerade erst stellvertretend für Stephanie Blömer , Ansprechpartnerin im zuständigen Kreisjugendamt, die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2021/2022 vorgestellt, als im Ausschuss parteiübergreifend die Forderung laut wurde, mit Blick auf die neuen Baugebiete großzügiger zu planen, um flexibler zu sein. Dass die zusätzliche Gruppe unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde Niels Seliger Stensen verwirklicht wird, steht inzwischen fest. Ob dafür neu gebaut oder im Bestand erweitert wird, ist wohl noch offen.

Auf 13,5 Gruppen zielt die Planung für die kommenden Jahre. Aktuell seien es 12,5, führte Bücker-Dowidat aus. Perspektivisch erhöhe sich der Bedarf zunächst leicht auf 14,5 Gruppen und gehe bis 2025/26 wieder auf 14 Gruppen zurück, weiß sie aus den Zahlen des Kreisjugendamts. Da aber der Bedarf auf Basis der gemeldeten Geburtenzahlen aktuell bei 13,5 Gruppen liege, werde zum 1. August 2021 nur eine weitere Gruppe eingerichtet.

Was die eventuell fehlende „halbe Gruppe“ angehe, werde das Anmeldeverfahren abgewartet. Der sich daraus ergebende Bedarf solle nach Möglichkeit zunächst im Rahmen von Überbelegungen in allen Kitas vor Ort aufgefangen werden, lautet die Marschrichtung des Kreisjugendamts.

Dass die Bedarfsplanung für die Kita-Plätze nach dem „Hildesheimer Modell“ berechnet wird, das von Geburtenzahlen zum Stichtag ausgeht und auf voraussichtliche Zahlen hochrechnet, stieß bei den jüngsten Ausschussmitgliedern auf Belustigung. Aufgrund der Entwicklung der vergangenen drei Jahre werden etwas mehr als 60 Geburten pro Jahr angesetzt. Bücker-Dowidat weiß aber auch von Schwankungen. So seien in 2019 75 Ladberger geboren, in 2018 aber nur 55. Das mache die Planung schwierig, ist ihr bewusst.

Für das laufende Kindergartenjahr 2020/2021 ist Ladbergen gut mit Betreuungsplätzen versorgt. „Alle, die einen Platz benötigen, können einen bekommen“, stellte Sigrid Bücker-Dowidat fest. So liege die Versorgungsquote der Drei- bis Sechsjährigen bei 100 Prozent (184 Kinder), die der unter Dreijährigen in Kitas und in der Kindertagespflege bei insgesamt 57,6 Prozent (106) Kinder. Ladbergen liege damit etwas unter dem Durchschnitt des Kreises Steinfurt. Bücker-Dowidat sieht den Grund dafür in der ländlichen Prägung des Ortes.

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