Hauptamtliche Flüchtlingsbetreuung benötigt weitere ehrenamtliche Unterstützung
Integration wird groß geschrieben

Ladbergen -

arbeiten Hand in Hand

Dienstag, 24.11.2020, 18:32 Uhr
Hauptamtliche und ehrenamtliche Betreuer der Neu-Ladberger
Hauptamtliche und ehrenamtliche Betreuer der Neu-Ladberger Foto: Dietlind Ellerich

Sigrid Bücker-Dowidat , Leiterin des Amts für soziale Angelegenheiten, und Anke Batzke, seit einem Jahr hauptamtliche Flüchtlingsbetreuerin, brachten jetzt die Mitglieder des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses auf den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation in der Gemeinde. Im Rahmen ihrer Ausführungen wurde einmal mehr deutlich, dass neben der Betreuung durch die Gemeindeverwaltung die ehrenamtliche Begleitung der insgesamt 145 Frauen, Männer und Kinder ein wichtiges Standbein der Integrations- und Flüchtlingshilfe ist.

Das Engagement der Ehrenamtler mit der Betreuung und den Patenschaften, der Integration in Arbeit, den Deutschkursen und der Nachhilfe, der Kleiderkammer, dem Oberstübchen, der Familienstiftung und dem Treffpunkt unter dem Dach des Begegnungszentrums Schultenhof ist breitgefächert. Und auch, wenn im zu Ende gehenden Jahr wegen der Corona-Pandemie viele Angebote nicht stattfinden konnten, werden noch dringend weitere ehrenamtliche Helfer und Betreuer gesucht, die den Flüchtlingsfamilien im Alltag mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die letzten Zuweisungen nach der Ausländerwohnsitzverordnung (AWV) kamen bis Ende März nach Ladbergen. Zu diesen 40 Personen seien nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) weitere 15 Personen bis zum Sommer 2020 gekommen, erläutert Bücker-Dowidat. Familiennachzüge mit 15 bis 20 würden noch erwartet. Da bei einer Reihe von Geflüchteten bis zum Ende des Jahres die dreijährige Wohnsitzbindung entfalle und die Erfüllungsquote von 80 Prozent (FlüAG) und 48 Prozent (AWV) sinke, rechne sie für das Jahr 2021 mit neuen Zuweisungen.

Da die Gemeinde nicht wisse, wann wie viele Flüchtlinge kämen, müsse sie vorsorglich Wohnraum frei halten. „Wir haben immer einen Puffer für 20 bis 30 Leute“, sagt Sigrid Bücker-Dowidat. Wichtig sei, dass die neu Ankommenden zunächst untergebracht werden können. Mit der Ankunft der Frauen, Männer und Kinder beginne die Integration der Neu-Ladberger.

Wer Lust hat, sich ehrenamtlich in der Integrations- und Flüchtlingshilfe zu engagieren, kann sich an Anke Batzke ( 0 54 85/81 33) wenden.

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