Tempo von der Grevener Straße aus herausnehmen
Nein zur Sperrung der Dorfstraße

Ladbergen -

Einmal mehr war die Dorfstraße ein Thema im Umwelt- und Verkehrsausschuss. Ordnungsamtsleiterin Heike Peters stellte die Ergebnisse der Verkehrsschau vor, zu der sich Verwaltung, Polizei und die Straßenverkehrsbehörde des Kreises im August getroffen hatten. Der Vorschlag der Kreisbehörde, für mehr Sicherheit den Bereich an der Eisdiele zu sperren, war für die Politiker keine Option.

Freitag, 27.11.2020, 18:51 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:14 Uhr
Hier droht Gefahr. Besonders
Hier droht Gefahr. Besonders Foto: Dietlind Ellerich

„Diese radikale Lösung überrascht mich“, sagte Jörg Berlemann ( Grüne ), und war mit seiner Meinung nicht allein. Christoph Korte ( SPD ) äußerte ebenfalls Unverständnis, und auch für die anderen Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses war die Sperrung der Dorfstraße zwischen den Einmündungen Linnenkampstraße und Alte Schulstraße kein Option. In der Sitzung am Donnerstabend hatte Ordnungsamtsleiterin Heike Peters die Ergebnisse der Verkehrsschau vorgestellt, zu der sich Verwaltung, Polizei und die Straßenverkehrsbehörde des Kreises im August getroffen hatten. Schon seit langem ist der Abschnitt Bürgern und Politikern ein Dorn im Auge, die Befürchtung ist groß, dass es zu gefährlichen Situationen kommt, wenn Kinder zwischen evangelischer Kirche, Spielplatz und Eisdiele unterwegs sind. Alle sind sich einig, dass dringend Handlungsbedarf besteht.

Der Vorschlag, den Bereich zu sperren, war für die Ausschussmitglieder indes keine Option. Weder auf Dauer, noch temporär für die Monate, in denen die Eisdiele geöffnet hat. Die zweite Alternative empfanden einige als noch schwieriger. „Die Vorstellung erschreckt mich, dass die Kinder sich an die Sperrung gewöhnen und auch dann laufen, wenn die Poller weg sind“, brachte es Klaus Buddemeier (SPD) auf den Punkt.

„Rigoros blitzen“ lautete der Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Hartmut Kotlewski (CDU). Während die einen überlegten, wie sie den Gefahrenpunkt von der Kreuzung Dorfstraße Ecke Mühlenstraße aus entschärfen könnten, waren andere überzeugt, dass die Gegenrichtung von der Grevener Straße aus das größere Problem darstelle. Mit der Idee, auf dem Abschnitt eine Tempo-30-Zone und an der Linnenkampstraße eine Rechts-vor-links-Regelung einzurichten, fanden viele Gefallen. Zum einen weil Geschwindigkeit herausgenommen, zum anderen weil die Dorfstraße als immer noch viel genutzte Abkürzung unattraktiver würde. „Erst mal ausprobieren“, hieß der Tenor. Es bringe aber nichts, wenn nicht kontrolliert werde, gab Kotlewski zu bedenken.

Bauamtsleiter Tim Lutterbei war sicher, dass der Plan schnell umgesetzt werden könne, Zusatzschilder seien bereits in Auftrag gegeben worden. Thomas Schulze Eckel (FDP) setzte sich zudem für Beete und mobile Bäume ein, die die Fahrbahn enger machten, so dass die Fahrer automatisch auf die Bremse gehen.

Seit rund zwei Wochen weist ein mobiles Messgerät die Autofahrer darauf hin, wie schnell sie auf der Dorfstraße unterwegs sind. Die Verwaltung verspricht sich davon, dass der Gefahrenpunkt bei den Verkehrsteilnehmern mehr ins Bewusstsein rückt. Ergebnisse lägen noch nicht vor, sagte Ordnungsamtsleiterin Heike Peters.

Die Politiker möchten die Vorschläge erst einmal sacken lassen und sich in den Fraktionen Gedanken machen.

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