Offener Ganztag
Die Zeichen stehen auf einen Neustart

Ladbergen -

Der Stein, der Verwaltungschef Torsten Buller und Grundschulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper bei der Vertragsunterzeichnung vom Herzen fiel, war beinahe zu hören. Mit der Übernahme der Trägerschaft der offenen Ganztagsbetreuung durch die Evangelische Jugendhilfe Münsterland (EJHM) sei der Grundstein für eine Verbesserung der Qualität der pädagogischen Arbeit gelegt, sind Itze-Hels­per und Buller überzeugt.

Montag, 21.12.2020, 17:56 Uhr aktualisiert: 22.12.2020, 18:41 Uhr
Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper (links) und Bürgermeister Torsten Buller (rechts) freuen sich auf mehr Qualität in der Betreuung. Karin Beckmann und Egbert Große Ahlert vom Träger Evangelische Jugendhilfe Münsterland versprechen, sie zu liefern.
Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper (links) und Bürgermeister Torsten Buller (rechts) freuen sich auf mehr Qualität in der Betreuung. Karin Beckmann und Egbert Große Ahlert vom Träger Evangelische Jugendhilfe Münsterland versprechen, sie zu liefern. Foto: Dietlind Ellerich

Mitte Juni hatte der Rat beschlossen, die Trägerschaft, die bisher in Gemeindehand lag, auf einen externen Partner zu übertragen. Es bestand Handlungsbedarf, hatte doch eine Qualitätsanalyse vor einigen Jahren der Betreuung der Grundschulkinder kein gutes Zeugnis ausgestellt. Seitdem hätten mehrere Anläufe, etwas zu verbessern, nicht die gewünschte Qualität gebracht, bedauern der Verwaltungschef und die Schulleiterin.

„Wir haben mit der Evangelischen Jugendhilfe den erfahrensten Träger ausgewählt“, kommentiert Buller den Wechsel, der neben einer besseren pädagogischen Arbeit eine sonderpädagogische Förderung ermöglichen und einen verlässlich kontrollierten Übergang vom Schulvormittag in den Offenen Ganztag gewährleisten solle. Zudem verspreche sich die Gemeinde als Träger der Grundschule „eine bessere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen wie Schulrat, Bürgermeister, Schulleitung, Koordination des Offenen Ganztags sowie den Elternvertretern“, so der Verwaltungschef.

Karin Beckmann und Egbert Große Ahlert, Geschäftsführer der Evangelischen Jugendhilfe, setzen auf ein Angebot, das so vielfältig ist wie die Standorte, an denen sie tätig sind. Die EJHM betreibt 15 Kindertageseinrichtungen und 15 OGS, unter anderem in Emsdetten, Greven und Saerbeck. Beckmann sieht darin die Chance, auf kurzen Wegen miteinander zu kooperieren. Die EJHM freue sich auf die Arbeit in Ladbergen. „Die Rahmenbedingungen sind außergewöhnlich“. sagt Beckmann mit Blick auf die Räume, die Ausstattung, den großen Spielplatz draußen und die Sporthalle direkt nebenan. „Man merkt, dass der Kommune die Schülerinnen und Schüler am Herzen liegen“, stellt sie fest. „Hier kann man sich über Pädagogik unterhalten“, ist auch ihr Kollege Egbert Große Ahlert überzeugt. Itze-Helsper und Buller räumen ein, dass das Lob gut tue, machen aber auch deutlich, dass die Einrichtung von der Schulpauschale des Landes in Höhe von 300 000 Euro allein profitiere und sie immer gut ausgeschöpft habe.

Wie der neue Träger, der zum 1. Februar 2021 mit der Arbeit beginnt, die Offene Ganztagsbetreuung konkret aufstellen wird, erfahren die Familien nach den Weihnachtsferien. Pro 25 Kinder (insgesamt werden 80 Schüler in der OGS betreut) seien zwei Erzieher respektive Sonderpädagogen im Einsatz, die aktuell drei Mitarbeiter würden durch Personal der EJHM aufgestockt, kündigt Karin Beckmann an. Trotz des Neustarts stellt sie klar, dass nicht das komplette Programm umgestülpt werde. „Was gut gelaufen ist, werden wir weiterführen“, versichert sie. Das klingt wie Musik in den Ohren von Ulrike Itze-Helsper und Torsten Buller. Sie gehen mit dem guten Gefühl in das neue Jahr, dass die geforderte Qualität in der OGS jetzt umgesetzt wird.

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