Ab Mitte Januar machen Bastian Apitz und Kathrin Laumann gemeinsame Sache
Fachkräfte in der Region halten

Ladbergen -

Gut ausgebildete junge Menschen gehen in die großen Konzerne und damit ihrer Heimat verloren – das haben die Betriebswirte Bastian Apitz und Kathrin Laumann selbst erlebt und oft gehört. So oft, dass Laumann – sie ist in Ladbergen aufgewachsen und lebt aktuell mit Mann und Kind in Rheinland-Pfalz – sich mit einer Firma selbstständig gemacht hat, die sich unter anderem die Optimierung von Personalprozessen auf die Fahne geschrieben hat.

Freitag, 01.01.2021, 17:40 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 14:52 Uhr
Junge, gut ausgebildete Menschen an die Region binden, möchten die Betriebswirte Kathrin Laumann und Bastian Apitz. Aus eigener Erfahrung wissen sie, wie lebens- und liebenswert
Junge, gut ausgebildete Menschen an die Region binden, möchten die Betriebswirte Kathrin Laumann und Bastian Apitz. Aus eigener Erfahrung wissen sie, wie lebens- und liebenswert Foto: Dietlind Ellerich

Mit einem Team aus Fachleuten bietet sie Trainings und Lernprogramme an, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfolgreich und vor allem langfristig zusammenbringen sollen. „Hinblick HR“ heißt ihr Unternehmen, das Mitte Januar einen zweiten Standort in Ladbergen bekommt.

Mit ihrem Geschäftspartner Bastian Apitz , ebenfalls aus Ladbergen und wie Laumann ehemaliger Schüler am Graf-Adolf-Gymnasium, hat sie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet, die nun an den Start geht. Heimweh ist ein weiterer Grund, warum sich Kathrin Laumann ein zweites Standbein in der Region wünscht. „Seit einem Dreivierteljahr spinnen wir herum, hier gemeinsame Sache zu machen“, betont auch Apitz seine Liebe zur Region. Nachdem die beiden zunächst wegen Corona ein wenig ausgebremst wurden, soll es jetzt ernst werden.

„Begeisterte Mitarbeiter mit den richtigen Kompetenzen finden, Potenziale entdecken und Führungskräfte nachhaltig entwickeln“, lautet das Versprechen, das die Mittdreißiger ihren Kunden geben. Die Wege dahin sind vielfältig, aber immer abhängig von den Menschen, den „Human Ressources“, deren Abkürzung „HR“ sich auch im Firmennamen wiederfindet.

Fast 20 Prozent der Mitarbeiter hätten innerlich schon gekündigt, machten Dienst nach Vorschrift, bedauert Apitz viele vergeudeten Potenziale in manchen Firmen. Diese gelte es zu erkennen und wertschätzend nach vorne zu bringen, fährt Laumann fort. Wenn beide Seiten mit offenen Karten spielten, sei es auch kein Problem, wenn der Bewerber nicht 100-prozentig zur Stelle passe. 70 Prozent zu nehmen und den Diamanten passend zu machen, könne eine Option sein.

„Der oder die bleibt, wegen der Wertschätzung“, ist Laumann überzeugt, dass sich der Aufwand und auch die damit verbundenen Kosten bezahlt machen. Anders als die klassische Unternehmensberatung, die Personal reduziere, um Geld zu sparen, hält sie es für sinnvoller, „die Menschen nach vorne zu bringen“. Dass das in kleinen Schritten besser geht, hat Apitz selber durch das Coaching seiner zukünftigen Geschäftspartnerin erlebt. „Füreinander, Nachhaltigkeit, Austausch, Verbundenheit und Loyalität“ sind Stichworte, die das Duo groß schreibt. Ab Januar auch in Ladbergen.

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