Schüler aus dem Tecklenburger Land zieht es verstärkt an die Loburg in Ostbevern
Mehr als ein Schloss mit Park

Lienen/Kattenvenne/Ladbergen/Ostbevern -

Anfang des Jahres machen sich Eltern Gedanken darüber, welcher weiterführenden Schule sie ab Sommer ihr Kind anvertrauen. Nicht wenige aus dem Tecklenburger Land und dem Osnabrücker Südkreis blicken dabei über die Kreis- beziehungsweise Landesgrenze gen Ostbevern.

Montag, 11.01.2021, 18:49 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 16:40 Uhr
Gemeinschaft und ein christliches Weltbild werden
Gemeinschaft und ein christliches Weltbild werden Foto: Axel Ebert

Seit Jahrzehnten streben Pennäler aus diesen beiden Regionen das Abitur am Gymnasium Johanneum an, besser bekannt als Loburg. Und seit dem Schuljahr 1994/95 lernen dort Mädchen und Jungen einträchtig nebeneinander.

Aktuell haben nach Auskunft der Schule an die 90 Loburger ihren Wohnsitz im Tecklenburger Land, die meisten davon in Lienen und Kattenvenne, und rund 200 in Niedersachsen. Auch für das kommende Schuljahr wirbt die Einrichtung des Bistums Münster um Schüler aus der nähren und weiteren Umgebung. Ein spezielles Online-Informations- und Anmeldeverfahren soll bis zum 29. Januar Eltern die Entscheidung erleichtern.

Erleichtert wird auch der tägliche Schulweg: Mehrere Schulbusse sammeln die Mädchen und Jungen ein, um sie nach Ostbevern zu bringen und nach dem Schlussgong wieder nach Hause.

950 Schüler – davon sind 130 Internatsschüler – besuchen die Einrichtung in katholischer Trägerschaft zurzeit. Soweit es Corona zulässt. Zum Umschalten vom Präsenzunterricht auf das „Lernen auf Distanz“ benötige das 80-köpfige Kollegium der Loburg lediglich 24 Stunden, „für sämtliche Jahrgänge und sämtliche Fächer“, berichtet Unterstufenkoordinator Patrick Thelen . Aber nicht nur bei der Digitalisierung sei die Schule ganz vorn. Die Loburg ermögliche internationale Kontakte beim Erwerb sozialer Kompetenzen: Austauschschüler besuchen das Johanneum, das Gymnasium selbst ermöglicht mehrwöchige Aufenthalte, unter anderem in den USA, Australien und China. Thelen: „Die Loburg bietet mehr als ein Umfeld mit Schlosspark.“ Bei der pädagogischen Arbeit stehe immer das Kind Mittelpunkt.

Um dort anzukommen, müssten Bewerber nicht aus einem katholischen Elternhaus stammen, sollten sich aber zumindest mit dem christlichen Weltbild identifizieren. In der Schule werde der Glaube schließlich auch gelebt. Aufnahmebedingung ist die Empfehlung oder die eingeschränkte Empfehlung fürs Gymnasium. Bei mehr Anmeldungen als freien Plätzen, was an der aktuell dreizügigen Loburg eigentlich immer der Fall ist, haben Bewerber mit Geschwistern auf der Schule die besten Karten.

Es ist das Gesamtpaket, das die Loburg für Eltern und Kinder interessant machen soll. Auf der Visitenkarte stehen Deutsche Volleyballmeister, ein eigener Schulzoo und zahlreiche musikalische Ensembles. Mit dem Herbstevent „Loburger Waldlauf“, an dem sich jährlich 1800 Viertklässler aus dem Münsterland und dem Landkreis Osnabrück beteiligen, bedient die Loburg auch traditionelle Angebote. Als kirchliche Einrichtung ist sie auch der „Bewahrung der Schöpfung“ verpflichtet. Wer diesen Gedanken verfolgt, gelangt zur Nachhaltigkeit – die sich wiederum in zahlreichen Projekten aller Jahrgangsstufen wiederfindet.

Laut Thelen sind viele Eltern und Kinder bereit, für dieses Gesamtpaket längere Wege in Kauf zu nehmen. Die Zahl der Schüler aus dem Tecklenburger Land, besonders aus Lienen und Kattenvenne, weise seit einigen Jahren eine steigende Tendenz auf.

Für die Anmeldung für die Klasse 5 für das Schuljahr 2021/22 hat die Loburg hat ein Online-Verfahren entwickelt, das bereits zur Verfügung steht. Für das abschließende, persönliche Anmeldegespräch kann ein Wunschtermin (2. bis 4. Februar) vermerkt werden. In der ersten Februarwoche ergehen die Bescheide.       

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