Apotheken verzeichnen mehr Nachfrage und Beratungsbedarf
Alles dreht sich um die Maske

Ladbergen/Lengerich -

Die Zeit der Alltagsmasken mit ihren vielfältigen, meist farbigen Designs ist vorbei. Zumindest in Geschäften und in Bus und Bahn müssen in Zukunft FFP2- oder OP-Masken getragen werden. Seit Bund und Länder am Dienstag verschärfte Maßnahmen zum Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus beschlossen haben, verzeichnen Apotheken und Einzelhändler eine verstärkte Nachfrage nach den medizinischen Masken und einen erhöhten Beratungsbedarf, was deren (Wieder)-Verwendung, Reinigung und Desinfizierung angeht

Donnerstag, 21.01.2021, 18:26 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 18:30 Uhr
Die Apotheken in Ladbergen und
Die Apotheken in Ladbergen und Foto: dpa

Die Zeit der Alltagsmasken mit ihren vielfältigen, meist farbigen Designs ist vorbei. Zumindest in Geschäften und in Bus und Bahn müssen in Zukunft FFP2- oder OP-Masken getragen werden. Seit Bund und Länder am Dienstag verschärfte Maßnahmen zum Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus beschlossen haben, verzeichnen Apotheken und Einzelhändler eine verstärkte Nachfrage nach den medizinischen Masken und einen erhöhten Beratungsbedarf, was deren (Wieder)-Verwendung, Reinigung und Desinfizierung angeht. Dies bestätigt Stefan Leugermann. Er ist Inhaber der Apotheke am Rott in Ladbergen und unterstützt seinen Vater Josef in der Geschäftsführung von dessen drei Apotheken in Lengerich.

Schon als in der vergangenen Woche Bayern die Einführung dieser Regelung angekündigt habe, seien mehr Anfragen seitens der Kunden gekommen, erinnert er sich. Parallel zu der Versorgung aller Bürger seien die Apotheken zuständig für die Verteilung der Masken an ältere und chronisch kranke Menschen. „Die Berechtigungsscheine der Krankenkassen kommen jetzt sukzessive bei den Versicherten an“, beobachtet Leugermann. Zudem gebe es eine große Nachfrage von Unternehmen und Verwaltungen, die die Masken für ihre Mitarbeiter bestellen.

Obwohl die Apotheken in den kommenden Wochen Unmengen von Masken ausgeben müssten, sieht er sie gut gerüstet. „Hamsterkäufe sind definitiv nicht notwendig“, ist er sicher, dass niemand leer ausgeht. Über Reservierungen durch die Kunden würde er sich freuen. „Das hilft uns bei der Lagerhaltung“, fährt er fort. So sehen es auch seine Kollegen, deren Lager ebenfalls gut gefüllt sind, wie eine Nachfrage der WN ergab.

Unterschiede gibt es nicht nur im Preis (FFP2-Masken sind ab 1,99 Euro pro Stück zu bekommen, in den Leugermann-Apotheken zahlen die Kunden 2,90 Euro für einen Doppelpack), sondern auch in der Ausführung. „Unsere Masken haben zur besseren Abdichtung ein Schaumstoffband an der Innenseite des Nasenbügels“, erläutert Leugermann. Das sei nicht nur ideal für Träger von Brillen, die weniger schnell beschlagen, sondern schütze vor allem auch besser vor Ansteckung. Die Beratung zum richtigen Aufsetzen und Tragen der Masken gehört in den Apotheken inzwischen zum Alltagsgeschäft.

Was die Kosten angeht, kommen diejenigen günstiger davon, die Berechtigungsscheine ihrer Krankenkasse vorlegen. „Sie erhalten zweimal sechs FFP2-Masken und leisten eine Zuzahlung von zwei Euro pro Sechser-Pack“, sagt Leugermann.

Eigentlich sind medizinische Masken für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Wer seine Maske mehrfach nutzen möchte, muss sie nach dem Tragen wieder keimfrei machen. Wie das am Besten geht, weiß Leugermann. Er rate zu Hitze, zum Beispiel im Backofen eine Stunde lang bei 60 Grad Celsius, oder zur Lüftung über sieben Tage in trockenen Räumen, macht er deutlich. Vom Reinigen mit Wasserdampf oder vom Waschen halte er weniger, zumal sich durch Feuchtigkeit die Klebemittel lösen könnten.

FFP2-Masken kennt jeder. Dass die viel preiswerteren OP-Masken (sind ab 0,60 Euro pro Stück zu haben) eine sichere und ebenso zulässige Alternative ist, sei bei den meisten Menschen bisher noch nicht angekommen. haben die Apotheker in Lengerich in den vergangenen Tagen festgestellt. „Die Kunden verlangen nach FFP2-Masken“, so ihre Erfahrung.

Während sie unisono auf einen ausreichend großen Vorrat verweisen, sind die Geschäfte in der Lengericher Innenstadt in Sachen medizinische Masken sehr unterschiedlich aufgestellt, wie eine Stichprobe der WN ergab.

Das Sortiment der Drogerie Müller sieht zwar aus der Ferne und auf den ersten Blick groß aus, besteht aber überwiegend aus Stoffmasken, die in Zukunft nicht mehr beim Einkauf und in Bus und Bahn getragen werden dürfen. Beim Mitbewerber Rossmann sind die Regale schon weitgehend leergeräumt, ein Schild stellt klar, dass pro Kunde nur eine Maske abgegeben wird. Die Postenbörse bietet drei verschiedene FFP2-Masken, auch in Großpackungen.

Ladenhüter sind im Augenblick die Alltagsmasken in ihren vielfältigen Designs. Was die Mund-Nasen-Bedeckungen angeht, wird das Erscheinungsbild in den Fußgängerzonen und Geschäften sowie in Bus und Bahn in den kommenden Tagen einheitlicher.

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