Gemeinde nimmt Photovoltaikanlagen auf Grundschule und Rathaus in Betrieb
Strom aus eigener Produktion

Ladbergen -

Ladbergen ist in Sachen Klimaschutz gut aufgestellt. Mit der Inbetriebnahme weiterer Photovoltaikmodule auf den Dächern von Grundschule und Rathaus wird sie zum guten Vorbild für die Energiewende.

Mittwoch, 27.01.2021, 18:11 Uhr aktualisiert: 27.01.2021, 18:20 Uhr
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Mit den Foto: Dietlind Ellerich

Was in Sachen Klimaschutz in der Gemeinde machbar und sinnvoll ist, wissen die Verantwortlichen aus Rat und Verwaltung, seit vor einem guten Jahr Kai Birkmann vom Ingenieur-Netzwerk Energie (INEG) im Umweltausschuss die Ergebnisse einer Studie für die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Ladbergens öffentlichen Gebäuden vorgestellt hat. In den Herbstferien des vergangenen Jahres wurden die Anlagen auf die Dächer von Grundschule und Rathaus gebracht. „300 schwarzglänzende Solarmodule sorgen ab jetzt dafür, dass sich die Grundschule unabhängig vom öffentlichen Stromnetz versorgen kann“, sagt Alexandra Kattmann . Gemeinsam mit Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper und Bürgermeister Torsten Buller steckt die Klimaschutzmanagerin am Anfang der Woche auf dem Schulhof Stecker in Dosen, um den Start der Photovoltaikanlagen auf Schule und Rathaus bildlich in Szene zu setzen.

Der jährliche Ertrag der 99,9-kWp-Photovoltaikanlage mit ihren 300 Modulen betrage rund 84 000 Kilowattstunden, weiß Kattmann. Die Menge reiche aus, um 21 Vier-Personen-Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Zudem würden durch die Anlage 35 Tonnen CO-Emissionen vermieden, erläutert sie.

„Der selbst produzierte Strom wird den Bedarf der Schule bis zu 33 Prozent decken“, hatte Fachmann Kai Birkmann von der INEG errechnet. Er hat die Anlage im Auftrag der Gemeinde geplant und die Baumaßnahme begleitet. Der überschüssige Strom werde ins Netz eingespeist, kündigt Alexandra Kattmann an.

Auch auf dem Rathaus hat sich etwas getan. Solarmodule mit einer Leistung von knapp 19 Kilowatt-peak wurden auf das Dach zur Jahnstraße hin montiert. Die gesamte Fläche des Gebäudes sei nun mit Photovoltaikmodulen belegt. „Sie sorgen dafür, dass Computer, Licht, Telefon und Server im Rathaus laufen“ weiß Kattmann.

Nachdem die Anlagen im Herbst montiert worden waren, sind inzwischen alle Anschlussarbeiten abgeschlossen und die Hausmeister eingewiesen, zieht sie eine positive Bilanz. Stolz ist die Klimaschutzmanagerin, dass die Gemeinde Ladbergen ihre Hausaufgaben in Sachen Klimaschutz gemacht hat (und auch in Zukunft machen wird) und dass sie als gutes Vorbild für die Energiewende vorangehe.

Mitarbeiter und Besucher des Rathauses können sich in Zukunft ebenso im Vorbeigehen von der Leistung der Anlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes überzeugen wie die Schüler und Lehrer von der Leistung „ihrer“ Anlage auf der Schule. Auf Bildschirmen werde man demnächst die Zahlen immer im Blick haben, kündigt Alexandra Kattmann an. Schulleiterin Itze-Helsper und Bürgermeister Buller versprachen, einen Blick darauf zu werfen,

 

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