Der Bauhof steht mit Schiebern, Streuern, Salz und Manpower bereit
Der Schnee kann kommen

Ladbergen -

Seit Tagen warnen die Meteorologen vor einem drohenden Schneechaos. „Wir sind gut gewappnet“, sagt Tim Lutterbei. Der Leiter des Ladberger Bauamts macht aber auch deutlich, dass der Winterdienst, den am Wochenende vier Männer übernehmen, an seine Grenzen stoßen könnte, sollte tatsächlich so viel Schnee fallen, wie angekündigt.

Freitag, 05.02.2021, 18:24 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 18:30 Uhr
Ob ab Samstagabend tatsächlich so viel Schnee fallen wird wie kurz vor Weihnachten im Jahr 2010 (großes Bild),
Ob ab Samstagabend tatsächlich so viel Schnee fallen wird wie kurz vor Weihnachten im Jahr 2010 (großes Bild), Foto: Detlef Dowidat/Sigmar Teuber

Seit Tagen warnen die Meteorologen vor einem drohenden Schneechaos. „Wir sind gut gewappnet“, sagt Tim Lutterbei . Der Leiter des Ladberger Bauamts macht aber auch deutlich, dass der Winterdienst, den am Wochenende vier Männer übernehmen, an seine Grenzen stoßen könnte, sollte tatsächlich so viel Schnee fallen, wie angekündigt.

„Ich glaube das erst, wenn es wirklich soweit ist“, geht Lutterbei die kommenden Tage besonnen an. Auch wenn er am Wochenende frei hat, ist er natürlich für seine Leute erreichbar, die im Falle der (Schnee-)Fälle ab dem frühen Morgen im Ort unterwegs sein werden, um Fuß- und Radwege sowie Straßen zu räumen und zu streuen. Mehr Leute im Dienstplan zu haben, mache wenig Sinn, weil die Verwaltung nur über zwei sogenannte Kommunaltraktoren verfügt, die vorne mit einem Schieber und hinten mit einem Streuer ausgerüstet seien, stellt er klar.

Die Einsätze werden sich auf den Ortskern sowie auf die Hauptwirtschaftswege beschränken, kündigt Lutterbei an. „Wir werden nicht jeden Zipfel erreichen können“, macht er deutlich, dass die Bürger in den Siedlungen selber Hand anlegen müssten, wenn es hart auf hart komme.

Nicht nur die Straßen und Wege innerorts, besonders im Friedenspark und rund um die evangelische Kirche, hat der Bauhof im Fokus. Auch dafür, dass die Bürger öffentliche Gebäude gefahrlos betreten können, seien seine Leute zuständig. Ein Fußtrupp werde vor Rathaus, Jugendzentrum, Flüchtlingshäusern, Begegnungszentrum und anderen Gebäuden Schnee schippen.

Zum Wochenbeginn werde auch vor der Grundschule geräumt, damit die Kinder auf dem Weg in die Notbetreuung nicht ins Rutschen kämen. Was für den Winterdienst der Verwaltung in diesen Wochen flach falle, sei die Räumung auf den Schulbusstrecken. „Die Busse fahren im Augenblick gar nicht“, weiß Lutterbei.

Auf eventuelle Schneemassen gut vorbereitet zu sein, sei wichtig, daraus macht der Bauamtsleiter kein Hehl. Nichtsdestotrotz müsse man abwarten, wie schlimm es wirklich werde und dann flexibel reagieren. Gut zehn Jahre ist es her, dass das Heidedorf in der weißen Pracht versank. Lutterbei war damals noch nicht Bauamtsleiter, erinnert sich aber gut daran, dass die Unmengen mit Lkw abgefahren und auf die Felder gekippt wurden, weil sonst auf den Straßen kein Durchkommen gewesen wäre.

Seit einigen Tagen konsultiert er die Wetterdaten, die ihm zweimal täglich ins Haus flattern. Die Vorhersagen seien schwierig einzuordnen, stellt er fest. So habe sich die Schneemenge von Donnerstag, 14 Uhr, bis Freitagfrüh von 19 auf 14 immerhin um fünf Zentimeter reduziert. „Und als vor einigen Wochen sechs Zentimeter vorhergesagt wurden, fiel bei uns keine einzige Schneeflocke“, erinnert er sich.

„Erstmal abwarten“, lautet deshalb seine Devise. Sollte es so schlimm kommen, wie angekündigt, stehen das Team, die Fahrzeuge, Schippen, Besen und das Salz bereit. Allerdings nur bis 22 Uhr, ein Nachtdienst ist nicht vorgesehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7802366?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F
Nachrichten-Ticker