Erneut versuchen Betrüger, Senioren am Telefon um Geld zu erleichtern
Sechs erfolglose Anrufe

Lengerich/Ladbergen/Tecklenburg -

Im Kreis Steinfurt haben Betrüger erneut versucht, mit Telefonaten Geld zu ergaunern. Betroffen waren auch Senioren in Lengerich, Ladbergen und Tecklenburg. Allerdings hatten die Täter in keinem Fall Erfolg, so die Polizei.

Freitag, 05.03.2021, 19:48 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 19:50 Uhr
Vor falschen Polizeibeamten warnt die Kreispolizeibehörde an einem Informationsstand im Impfzentrum am FMO.
Vor falschen Polizeibeamten warnt die Kreispolizeibehörde an einem Informationsstand im Impfzentrum am FMO. Foto: Polizei Kreis Steinfurt

Kriminelle haben nach Angaben der Kreispolizeibehörde in den vergangenen Tagen erneut versucht, älteren Menschen durch Telefonbetrug Geld zu entlocken. Die Täter gaben sich als Polizisten oder enge Verwandte aus und forderten die Angerufenen auf, hohe Geldbeträge auszuhändigen. Erfolg hatten sie jedoch nicht. Insgesamt kam es zu sechs Vorfällen, zwei Mal waren Personen in Ladbergen betroffen, je ein Mal in Lengerich, Tecklenburg, Ibbenbüren und Greven.

In Ladbergen gab sich eine Anruferin als Freundin der Familie aus und behauptete, Geld für den Kauf einer Immobilie zu benötigen. In beiden Fällen beendeten die kontaktierten Seniorinnen das Gespräch, ohne auf die Forderungen einzugehen.

In Tecklenburg behauptete ein Unbekannter, er sei ein Enkel der Angerufenen. Seine Geschichte: Er benötige Geld, weil sonst ein Gerichtsvollzieher tätig werde. Der Betrugsversuch scheiterte, da die Polizei eingeschaltet wurde.

In Lengerich rief ein angeblicher Polizeibeamter eine ältere Frau an und teilte ihr mit, dass ihre Tochter aufgrund eines Unfalls in U-Haft sitze. Kurz darauf meldete sich der angebliche Pflichtverteidiger der Tochter, der erklärte, es werde ein hoher Geldbetrag für ein Gerichtsverfahren benötigt. Letztendlich erfuhr die richtige Tochter davon und verhinderte den Betrug.

Einen weiteren Fall gab es in Ibbenbüren. Ein Anrufer gab sich gegenüber einer älteren Frau als deren Sohn aus und erzählte, für die Reparatur nach einem angeblichen Autounfall einen hohen dreistelligen Geldbetrag zu benötigen. Die Angerufene erkannte den Betrugsversuch und legte auf.

Verhindert werden konnte auch ein Betrugsversuch in Greven, da die Angerufene die kriminellen Hintergründe schnell erkannte. Bei ihr meldete sich telefonisch ein Mann vom „Raubdezernat“. Die Seniorin stellte Nachfragen, woraufhin der falsche Beamte auflegte, ohne dass es zu Geldforderungen kam.

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