Betreuungsproblem an Grundschule vorerst gelöst
Kein Kind muss abgelehnt werden

ladbergen -

Im Vorfeld hatte es kontroverse Diskussionen gegeben. Am Donnerstag im Rat waren sich die Parteien dann einig: Um das Betreuungsproblem zu beseitigen, werden ab Sommer für die Dauer von zwei Jahren zwei Container an der Grundschule aufgebaut. In der Folge soll es ein tragfähiges Konzept für die Zukunft geben.

Freitag, 19.03.2021, 18:03 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 20:18 Uhr
Raumnot: Für den Offenen Ganztag und die Übermittagsbetreuung werden ab Sommer zwei Container an der Grundschule aufgebaut.
Raumnot: Für den Offenen Ganztag und die Übermittagsbetreuung werden ab Sommer zwei Container an der Grundschule aufgebaut. Foto: Michael Baar

Das dürfte nicht nur die Eltern, die am Donnerstag während der Ratssitzung ausharrten, beruhigt und erleichtert haben: Die Politik hat die von den Trägern für das neue Schuljahr geforderten zusätzlichen Räume für die Betreuung der Kinder nach Schulschluss auf den Weg gebracht und kurzfristig 15 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Ab Sommer werden zwei Container – je einer für die Übermittagsbetreuung (ÜMI) und die Offene Ganztagsschule (OGS) – an der Grundschule aufgebaut und sollen die Raumnot kurzfristig beseitigen. Was im Umkehrschluss heißt: Kein Kind muss wegen fehlenden Platzangebots abgelehnt werden.

In der Vorwoche hatten die Parteien im Haupt- und Finanzausschuss noch kontrovers über den Sinn zweier Container diskutiert, und Thomas Kötterheinrich (SPD) und Jens Tiemann (FDP) hatten kritisch hinterfragt, wo der plötzliche und akute Handlungsbedarf herrühre, nachdem die Rahmenbedingungen noch wenige Monate zuvor als ausreichend bezeichnet wurden (die WN berichteten).

Ihnen unterschwellig vorzuwerfen, „uns sei das Wohl der Kinder nicht wichtig, da wir eine Alternative prüfen möchten, finde ich mehr als enttäuschend“, befand Tiemann am Donnerstag. Kötterheinrich schlug in die selbe Kerbe, als er reklamierte, dass „wir alle den Anspruch haben, dass in Ladbergen kein Kind vergessen wird und zu allen Zeiten eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung angeboten wird“. Wie sie forderte auch Jörg Berlemann ( Grüne ), dass sich „alle Akteure schnellstmöglich zusammensetzen, um Lösungen zu finden“. Am Geld und an der Politik, so der Grünen-Fraktionssprecher, werde das nicht scheitern.

25 000 Euro für zusätzliche Container

Die CDU hatte sich bereits in der Ausschusssitzung vor einer Woche hinter die Bitte von Bürgermeister Torsten Buller gestellt, insgesamt 25 000 Euro für die zusätzlichen Container über die Dauer von zwei Jahren freizugeben. Deren Fraktionsvorsitzender Rainer Aufderhaar bemängelte stattdessen, dass im Rahmen des jüngsten Umbaus an der Grundschule die Betreuungssysteme OGS und ÜMI nicht berücksichtigt wurden. Eine Tatsache, die sich nicht wiederholen dürfe. In diesem Punkt waren sich alle Parteien einig. Ein tragfähiges Gesamtkonzept soll her. Dafür sollen laut Politik alle Beteiligten an einen Tisch.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7876589?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F
Nachrichten-Ticker