Beerdigen im Park in der Wachelau
Ein ruhiger Ort für die Urnen

Ladbergen -

Wenn alles läuft wie geplant, könnten in der zweiten Jahreshälfte schon die ersten Urnen in der Wachelau beigesetzt werden, Das Areal wird derzeit vorbereitet.

Sonntag, 21.03.2021, 18:27 Uhr aktualisiert: 21.03.2021, 18:30 Uhr
Martin Oelrich, Vorsitzender
Martin Oelrich, Vorsitzender Foto: Dietlind Ellerich

Sie sind groß, halten auch Trockenheit ganz gut aus, müssen nicht ständig gewässert werden: Die 22 Eichen, die die evangelische Kirchengemeinde auf der Wachelau, ihrem Friedhof an der Kreuzung Grevener Straße Ecke Dorfstraße, hat pflanzen lassen, sind für den Klimawandel gut gerüstet.

Die Bäume, die die Friedhofsmitarbeiter Ralf Aufderhaar und Erich Schallenberg vor wenigen Wochen in die Erde gebracht haben, gehören zu den ersten Arbeiten, mit denen die Kirchengemeinde das Areal für ihr Projekt „Beerdigen am Park“ vorbereitet.

Der ursprüngliche Plan sei es gewesen, einen Friedwald auf dem Gelände anzulegen,, erinnert sich Martin Oelrich , Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Gemeinde. „Da wir aber dort keinen Wald haben, soll dort nun Beerdigen im Park möglich sein“, begründet er die Änderung.

Da wir aber dort keinen Wald haben, soll dort nun Beerdigen im Park möglich sein.

Martin Oelrich

Wenn alles läuft wie geplant, könnten in der zweiten Jahreshälfte schon die ersten Urnen in der Wachelau beigesetzt werden, kündigt Oelrich an. Er ist guten Mutes, dass es klappt. Die Genehmigung, dort zu bestatten, wo bereits bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts Menschen beerdigt wurden, habe die Kirchengemeinde bekommen. Nun müsse noch die Friedhofssatzung entsprechend geändert werden. Er geht davon aus, dass das Mitte des Jahres erledigt ist.

Mehrere hunderte Urnen sollen in der Wachelau in Doppelurnengräbern Platz finden. „Es soll naturnah bleiben“, macht Martin Oelrich deutlich, dass es weder einen englischen Rasen noch ein Wegenetz geben solle. Was für einen Friedwald gelte, in dem die Verstorbenen in Frieden unter Bäumen ruhen, solle auch das „Beerdigen im Park“ auszeichnen. Obwohl das Areal nahe dem Ortskern, mit Blick auf die Kirche und direkt an der Straße liege, zeichne es sich durch Ruhe aus, so Oelrich.

Der ehemalige Friedhof, auf dem unter anderem 16 Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg ruhen, war im Jahr 1918 von der evangelischen Kirchengemeinde eröffnet worden. Seit die Anlage in den 1950er-Jahren an die Kapazitätsgrenzen stieß, finden Bestattungen auf dem heutigen Gelände auf dem Rott statt.

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