Ladbergen fördert den Photovoltaik-Ausbau / Zuschüsse für Anlagen auf Bestandsgebäuden
„Sich sputen“ ist angesagt

Ladbergen -

Ab Donnerstag können Eigentümer und Mieter bei der Gemeindeverwaltung Fördermittel für den Kauf und die Installation neuer Photovoltaikanlagen auf Bestandsgebäuden beantragen. Für dieses und das kommende Jahr stehen im kommunalen Haushalt jeweils 25 000 Euro zur Verfügung, die Interessenten die Entscheidung für die Module auf dem Dach erleichtern sollen.

Dienstag, 30.03.2021, 19:04 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 19:10 Uhr
Alexandra Kattmann und Torsten Buller sind froh, dass es jetzt losgeht. Bewerber stünden bereits in den Startlöchern, wissen Klimaschutzmanagerin und Bürgermeister, dass die Fördermittel begehrt sind.
Alexandra Kattmann und Torsten Buller sind froh, dass es jetzt losgeht. Bewerber stünden bereits in den Startlöchern, wissen Klimaschutzmanagerin und Bürgermeister, dass die Fördermittel begehrt sind. Foto: Dietlind Ellerich

Kein Aprilscherz! Ab Donnerstag können Eigentümer und Mieter bei der Gemeindeverwaltung Fördermittel für den Kauf und die Installation neuer Photovoltaikanlagen auf Bestandsgebäuden beantragen. Da im Ort aktuell lediglich zehn Prozent der geeigneten Dachflächen zur klimaneutralen Stromerzeugung genutzt werden, hatte der Gemeinderat Ende des vergangenen Jahres die Förderrichtlinie auf den Weg gebracht ( WN berichteten). Für dieses und das kommende Jahr stehen im kommunalen Haushalt jeweils 25 000 Euro zur Verfügung, die Interessenten die Entscheidung für die Module auf dem Dach erleichtern sollen.

Solar lohne sich gleich in mehrfacher Hinsicht, macht Alexandra Kattmann deutlich. Neben dem Klimaschutzaspekt gehe es auch darum, unabhängig von künftigen Preisentwicklungen zu werden und den Wert der Immobilie zu steigern, führt Ladbergens Klimaschutzmanagerin aus.

Zuschüsse werden gestaffelt nach Größe der Anlage gezahlt. Für kleine ab vier Kilowatt peak (kWp) gibt es 300 Euro, 500 Euro überweist die Gemeinde denjenigen, die mehr als acht kWp auf ihren Dächern installieren. Achtung: Fördermittel werden nur für PV-Anlagen auf Bestandsgebäuden gezahlt. Umweltfreundliche und energiesparende Neubauten werden auf Gemeindegebiet mit einem besonderen Bonusspunktesystem, dem Energiespareuro, belohnt.

Mieter können ebenfalls vom Ladberger Fördermodell profitieren. Höchstens 100 Euro gibt es für die Anschaffung und Montage von steckerfertigen Balkonanlagen. Ein weiterer Vorteil ist ein Zuschuss von bis zu 150 Euro für die erste Steuerberatung im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der PV-Anlage.

Bürgermeister Torsten Buller und Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann weisen darauf hin, dass die Anträge für das attraktive Paket beim Bauamt der Gemeinde erhältlich und online (www.ladbergen.de) abrufbar sind. Auf der Internetseite sind weitere Informationen und Links zusammengefasst. Kattmann rät Interessenten, mit Hilfe des Solarpotenzialkatasters des Kreises Steinfurt (www.solare-stadt.de/kreis-steinfurt/Solarpotenzialkataster ) selber herauszufinden, ob ihr Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet ist. Sie betont, dass Fördermittel für bereits in Auftrag gegebene Anlagen nicht gezahlt werden können. Zudem müssen Interessenten mit dem Antrag einen Kostenvoranschlag einer Fachkraft für Solartechnik einreichen.

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