Laer
Arbeiten liegen exakt im Zeitplan

Freitag, 16.07.2010, 18:07 Uhr

Laer - In der Gemeinde Laer werden bereits seit vielen Jahren hohe Fremdwasserzuflüsse beobachtet, deren Ursachen bisher durch die üblichen Sanierungen im öffentlichen Kanalisationsnetz nicht vollständig beseitigt werden konnten. Diese hohen Fremdwassermengen führen zu erheblichen Problemen, erhöhen die Kosten und sollen daher reduziert werden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Verwaltung hewrvor.

Für die Aufstellung und Umsetzung so genannter ganzheitlicher Fremdwassersanierungskonzepte hat das Land NRW ein Förderprogramm aufgelegt, das auch den privaten Grundstückseigentümern zugute kommt. Die Gemeinde Laer hat die Fördermöglichkeit für die Erstellung eines Fremdwassersanierungskonzeptes bereits in Anspruch genommen.

Es ist geplant, die Umsetzung der Maßnahmen in den nächsten Jahren schrittweise im Rahmen der Neuaufstellung und Maßnahmenplanung des Abwasserbeseitigungskonzeptes in Abstimmung mit dem Fremdwassersanierungskonzept der Gemeinde Laer, abgestimmt nach Schwerpunktgebieten, durchzuführen.

Bei der Umsetzung der Maßnahmen sollen die betroffenen Eigentümer im Rahmen der jeweiligen Fördermöglichkeiten Berücksichtigung finden. Ende des Jahres wird zunächst das neue Abwasserbeseitigungskonzept in den Laerer Gremien vorgestellt und beschlossen. Daraus ergibt sich dann die weitere Vorgehensweise und Maßnahmenplanung, so die Gemeindeverwaltung.

Zur Reduzierung des unerwünschten Fremdwassers wird jetzt in einem Teilabschnitt der Darfelder Straße mit Förderung des Landes NRW die öffentliche und private Abwasserkanalisation saniert bzw. erneuert und auf ein Trennsystem umgestellt. Das bedeutet, dass zukünftig das Regen- und Schmutzwasser in zwei getrennten Kanälen abgeleitet werden. Eine Einleitung von Mischwasser ist zukünftig nicht mehr erlaubt.

Jedem Eigentümer wird, sofern nötig, zukünftig die Möglichkeit gegeben, anfallendes Drainage- beziehungsweise Schichtenwasser vom Grundstück abzuleiten, um Bauwerksvernässungen zu vermeiden, jedoch dann gezielt über den Regenwasserkanal, dessen Wasser nicht mehr zur Kläranlage gelangt.

Die Gemeinde ist nach dem Wasserrecht nur für die gemeindliche Kanalisation in der öffentlichen Verkehrsfläche zuständig. Für die privaten Entwässerungsleitungen ist nach dem Landeswassergesetz NW grundsätzlich der Grundstückseigentümer selbst verpflichtet, einen Nachweis über die Mängelfreiheit seiner im Erdreich bzw. unter der Bodenplatte verlegten Leitungen zu erbringen.

Als Frist für die erstmalige Dichtheitsprüfung bestehender privater Abwasserleitungen ist nach dem Landeswassergesetz NW zunächst grundsätzlich der 31. Dezember festgelegt.

Für das betroffene Gebiet an der Darfelder Straße wurde die nach dem Landeswassergesetz NW vorgegebene Frist zur erstmaligen Prüfung von privaten Abwasserleitungen entsprechend gemeindlicher Satzung auf den 31. Dezember 2010 verkürzt.

Dies hat zweierlei Gründe: Zum einen ist die Verkürzung der Frist eine Grundvoraussetzung für eine Förderung durch das Land NRW. Zum anderen ist es für eine Systemumstellung auf ein Trennsystem zwingend erforderlich, dass sich auch alle Grundstückseigentümer an den Maßnahmen beteiligen.

Die Eigentümer des betroffenen Bereiches müssen nach Abschluss der Maßnahmen die vorgezogene Dichtheitsprüfung ihrer Abwasseranlagen durch ein zertifiziertes Fachunternehmen durchführen und bescheinigen lassen.

Bürgermeister Detlev Prange konnte sich jetzt persönlich davon erzeugen, dass die Abwicklung der Kanalbaumaßnahme in einem Teilabschnitt der „Darfelder Straße“ in Laer genau im vorgesehenen Zeitplan liegt.

Wie das ausführende Baunternehmen, die Firma Garbe, durch ihren zuständigen Polier Heckhoff, mitteilt, wurde der erste Bauabschnitt „Grüner Weg / Ecke Esch/ Löchtefeldstiege jetzt asphaltiert. Die abschließende Deckschicht wird jedoch erst nach vollständiger Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme aufgetragen.

Die mit möglichst kurzzeitiger Ampelschaltung eingerichtete Wanderbaustelle wird nun, nach Fertigstellung der Grundstücksentwässerung auf der Nordseite zur Südseite hin verschoben.

Dort wird nun die Umstellung auf das Trennsystem Schmutz- und Regenwasser erfolgen. Bislang wurde während der Kanalbaumaßnahme kein schwer lösbarer Boden festgestellt. Dies könnte sich voraussichtlich schon bald ändern, wobei zum Teil auch felsiger Untergrund erwartet wird.

Bezüglich der gesetzlich vorgeschriebenen Frist zur Dichtheitsprüfung aller übrigen privaten Abwasseranlagen gilt zunächst auch in der Gemeinde Laer weiterhin der durch den Landesgesetzgeber festgelegte Termin 31. Dezember2015.

„Die Gemeinde wird voraussichtlich Anfang 2011 ihre Bürgerinnen und Bürger unterrichten, inwieweit in Laer diese Frist weiterhin gilt beziehungsweise inwieweit aufgrund von Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Fremdwassersanierung von dieser Frist für bestimmte Bereiche abgewichen wird“, heißt es abschließend im Bericht der Verwaltung.

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