Laer
Geschichten und „een bietken Platt“ im Kulturprogramm

Montag, 28.03.2011, 11:03 Uhr

Laer - Geschichten von damals, heute und morgen in Hochdeutsch und „een bietken Platt“ sind am 8. April (Freitag) um 20 Uhr im Rahmen des Laerer Kulturprogramm im Alten Speicher am Rathaus zu hören. Darauf weist Maria Hinnemann , die für das Kulturprogramm zuständig ist, in einer Pressemitteilung hin.

Dr. Heinrich von der Haar liest aus seinem preisgekrönten Roman „Mein Himmel brennt“. Eine packende, aber auch bedrückende Beschreibung eines in den Nachkriegsjahren in einer münsterländischen Bauernschaft aufwachsenden Kötter-Jungen.

Kontrastiert wird diese eher klassische Lesung durch Herbert Beesten , der Literatur-Performance präsentiert und auch schon mal als Poetry-Slammer auftritt.“

Im Roman von der Haars wird der Leser auch mit Hilfe plattdeutscher Zitate in die Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit gerückt, kombiniert mit modernen literarischen Ausdruckmitteln.

Die Texte von Herbert Beesten bewegen sich in dramatischen kleinen Geschichten und Lyrik, teilweise in münsterländischem Platt vorgetragen, das er noch von seinen Eltern im Ohr hat. Seine Themen sind aber mehr Gegenwarts- und Zukunftsthemen wie die Gen-Technik. Das Platt wird von ihm als Stilmittel eingesetzt, nicht folkloristisch, der Zuhörer merkt, dass das nicht „aufgesetzt“ ist, sondern ein Teil von ihm ist. Herbert Beesten war zwölf Jahre lang auch in Laer wohnhaft, wird aber trotzdem eher das „Altenrheiner Platt“, als das Laerer-Platt sprechen. In Rheine der 50er Jahre geboren, schreibt liest und spricht seit 2005 eigene Texte. Als Ingenieur zugleich Protagonist des konstruktiven Autobahn-Stakato-Dadaismus, experimentiert mit neuen literarischen Formaten wie Poetry-Slam , und Poetry Public-Scream. Immer unterwegs, ohne seine plattdeutschen Gene zu verleugnen, die kolagenhaft immer wieder aufbrechen.

Herbert Beesten und Heinrich von der Haar - deren Wege sich weit ab vom Münsterland kreuzten - haben eine Mischung von Texten zusammengestellt, die die heimatlichen, ambivalenten Gefühle zu einem Wörter-, Stimmungs- und Heimatbild zusammensetzen, die den Zuhörer ahnen lassen, dass Auseinandersetzung mit den Wurzeln, den Ursprüngen schöpferische Energien frei setzt, die im „Hier und Jetzt“ jeder Zeit, auch auf den Lesungen der Beiden, von „de Twe“, unvermittelt aufbrechen, heißt es weiter in der Pressevorankündigung. Karten (zu acht beziehungsweise ermäßigt zu sechs Euro) sind im Vorverkauf beim Kulturamt im Zimmer 25 des Rathauses sowie bei den Zweigstellen der Kreissparkasse, der Volksbank Laer und Dorfmarketing Alter Speicher erhältlich. Vorbestellungen sind auch unter Telefon 0 25 54 91 02 50 möglich.

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