Narren sterben in Laer nicht aus
Kinder feierten den Rosenmontag wieder mit einem Umzug und einer Prunksitzung

Laer -

Es ist eine schöne Tradition,die die Karnevalisten hoffen lässt. In vielen anderen Orten nördlich von Köln und Düsseldorf vom Aussterben bedroht, betreiben die Laerer Nachwuchsförderung, wie es besser nicht sein kann. Und das am höchsten Feiertag in der fünften Jahreszeit, am Rosenmontag. Ein Umzug und eine Prunksitzung mit allem Drum und Dran, in Laer wird den Kindern das Närrische mit in die Wiege gelegt.

Montag, 20.02.2012, 17:02 Uhr

Narren sterben in Laer nicht aus : Kinder feierten den Rosenmontag wieder mit einem Umzug und einer Prunksitzung
Laer, helau: Dicht gedrängt warteten die Narren auf den Bürgersteigen auf die fliegenden Kamelle. Und sie warteten nicht umsonst. Foto: Axel Roll

So war es auch gestern, als sich kurz nach 14 Uhr der kleine, aber feine Umzug zu seinen zwei Runden durch das Dorf in Bewegung setzte. Die vielen Familien auf den Bürgersteigen konnten sich freuen, aus den 15 Zugnummern flogen reichlich Kamelle – DRK und Polizei mal außen vor gelassen. Dorfpolizist Beckmann bereitete die wartende Menge aber wenigstens mit einem „Helau“ über den Außenlautsprecher auf den Laerer Lindwurm der Freude vor. Die Organisatoren hatten sich Verstärkung von außen geholt. Das Kinderprinzenpaar Johannes Rausch und Maura Zimmer samt Gefolge fuhr auf dem Gefährt der Borghorster Vereinigten Schützen. Aus Havixbeck waren gleich zwei Wagen angereist. Als Lokalmatadore rollten der Kolping, die Vereinigten Schützen und der Kinderkarneval, begleitet von einigen Fußgruppen durch das Dorf. Ganze Arbeit hatte wieder das Vorbereitungsteam für die närrische Kindersitzung im Saal des „Anno 1923“ geleistet. Kinder und Eltern dankten es, drinnen war kaum ein Bein an die Erde zu bekommen. Bei dem bunten und passend zum Motto ritterlichen Programm gaben sich Tanzgarden, Stelzenläufer, Ritter- und Sun-Girls die Klinke in die Hand. Nur einer fehlte: Bruder Detlev. Bürgermeister-Stellvertreterin Ruth Höhner erklärte warum: „Der hat von seinem strengen Orden nicht frei bekommen.“ Gemeint war der Bürgermeister, der noch am Samstag als Mönch in die Bütt gegangen war. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de

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